Aufzählung

Windows: Jetzt weiß jeder bald, was die kryptischen Fehlercodes von Windows wirklich bedeuten...                        

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Mein Freund der Cursor... 

Aufzählung

Internet demnächst regional ??? 

Aufzählung

Zu viel frische Luft ??? 

Aufzählung Fachdeutsch für Computeranfänger
Aufzählung Die "Eniki-Taste"...
Aufzählung Die Firma steht still.......
Aufzählung In der Firma: Ihr Computer (oder wie sie das Ding eben nennen) nervt mal wieder???
Aufzählung Computerabstinenz
Aufzählung Bunte Blumenbilder
Aufzählung Der BASTARD OPERATOR FROM HELL
Aufzählung Schnee - oder: 30 Tage bis zum Nervenzusammenbruch
Aufzählung Tagebuch eines Mannes im Fitnesscenter
Aufzählung Haushaltstipps der anderen Art
Aufzählung Langeweile im Fahrstuhl? Jetzt nicht mehr!
Aufzählung Hänsel und Gretel auf türkisch
Aufzählung Wie man herausfindet, ob man bereit für Kinder ist
Aufzählung Letzte Worte von...
Aufzählung Ein Tag im Freibad
Aufzählung Die Tupperparty 1
Aufzählung Die Tupperparty 2
Aufzählung Kaffeemaschine mit Computerschnittstelle

 

Windows:
Jetzt weiß jeder bald, was die kryptischen Fehlercodes von Windows wirklich bedeuten.

01.       Windows geladen - Das System ist in Gefahr.
02.       Kein Fehler - Bis jetzt zumindest.
03.       Fehler bei dynamischem Verbinden - Der Fehler tritt nun ab Sofort leider in allen Dateien auf und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.
04.       Fehlerhafte Fehlbedienung - Es ist kein Fehler Aufgetreten.
05.       Versuchtes Multitasking - Das System ist verwirrt.
06.       Bösartiger Fehler - Desqview auf einem Laufwerk gefunden.
07.       Systempreisfehler - Die Hardwareausgaben waren unangemessen.
08.       Zerbrochene Fenster - Vorsicht bei Glasscherben.
09.       Ein Fürchterlicher Fehler ist Aufgetreten - Weiß der Himmel was passiert ist.
10.       Werbematerialüberlauf - Der Briefkasten ist voll.
11.       Unzureichende Festplattenkapazität - Sorgen sie für mindestens 00 MB freien Platz.
12.       Memory Hog error - Es wird mehr RAM benötigt. MEHR! MEHR! MEHR!
13.       Fenster Geschlossen - Nicht Hinausschauen
14.       Fenster Geöffnet - Nicht Hineinschauen
15.       Unerklärlicher Fehler - Bitte lassen sie uns wissen, wie das passiert ist.
16.       Unvorhergesehener Fehler - Aehm...
17.       Tastatur gesperrt - Probieren Sie, was Ihnen einfällt.
18.       Nicht behebbarer Fehler - Das System ist vernichtet worden. Kaufen Sie sich ein neues. Die alte Lizenz ist damit erloschen.
19.       Anwender Fehler - Nicht unsere Schuld. Wirklich nicht, Ehrenwort!
20.       Betriebssystem beschrieben - Bitte installieren sie ihre Software nochmals. Wir bedauern sehr.
21.       Unzulässiger Fehler - Sie haben kein Recht, diesen Fehler zu bekommen. Bei Wiederholungen behalten wir uns rechtliche Schritte vor.
22.       Unzuverlässiger Fehler - Ihre Unzuverlässigkeit ist für Windows möglicherweise nicht ausreichend.
23.       Systemabsturz - Bitte stellen sie den Computer nie wieder so gefährlich nahe an die Tischkante!
24.       Zeitsteuerungsfehler - Bitte warten. Bitte warten ......Bitte warten............
25.       Fehler beim Aufzeichnen von Fehlercodes - Weitere Fehler sind verloren gegangen.
26a      Virusfehler A - Bitte lesen Sie die Packungsbeilage und fragen sie ihren Arzt oder Apotheker.
26b      Virusfehler B - Ein Virus ist in der DOS- Eingabeaufforderung aktiviert worden. Der Virus benötigt jedoch Windows.

            Alle offenen Anwendungen werden geschlossen und der Virus neu gestartet.
27a      Mausfehler A - Maus nicht gefunden. Bitte bewahren sie ihre Maus niemals in Reichweite Ihrer Katze auf.
27b      Mausfehler B - Maus nicht gefunden. Der Maustreiber wurde nicht Installiert. Drücken Sie die linke Maustaste um fortzufahren.
28.       Fehlerüberlauf - Es sind zu viele Fehler aufgetreten. Der nächste Fehler wird nicht angezeigt oder aufgezeichnet.
29.       Damit beenden sie ihre Windowssitzung. Wollen Sie ein anderes Spiel spielen?
30.       Timeoutfehler - Der Bediener ist beim Warten auf das Ende des Bootvorgangs eingeschlafen.
31.       Zu wenig Hauptspeicher - Es sind nur 32.912.583 Bytes verfügbar.
32        Bis 999 bitte nicht verwenden! Diese Codes sind reserviert für zukünftige Fehler unserer Entwickler

            und benötigen 7.8 MB Festplattenspeicher, der unbedingt freigehalten werden üssen.

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Mein Freund der Cursor... 

Anrufer: Mei Fernseh is kabudd (er meint sein 3270 Terminal)

Hotline: Ja, was ist denn auf dem Bildschirm?

Anrufer: Nix, gar nix.

Hotline: Ist der Cursor noch da?

Anrufer: Nä, ich bin ganz allein im Büro.

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Internet demnächst regional ??? (DAU = Dümmster anzunehmender User)

DAU: Ich hab auf einem Plakat von ihnen den Spruch "Internet für Alle" gelesen. Was soll denn das bedeuten?

Support-Hotline: Ähm, das bedeutet, das wir Internetzugänge für Jeden anbieten.

Ich will mit meiner Firma ins Internet. Wie funktioniert denn das?

Wollen sie denn nur eine Homepage oder einen vollen Zugang zum Internet?

Wo wäre denn da der Unterschied?

Äh, im ersten Fall bekommen sie nur eine Seite im Internet die dann Jeder anschauen kann, während sie im zweiten Fall auch selber surfen gehen können.

Wo wäre denn da preislich der Unterschied?

<snip>
-preise werden durchgegeben-
<snip>

Kann denn dann auch Jemand der nicht in meiner Stadt lebt die Seiten dann anschauen?

Ja klar! Die kann man dann von der ganzen Welt aus abrufen.

Nö, das ist mir zuviel.

Wie meinen sie das?

Na, das ist doch blöd wenn da Jemand aus Frankfurt die Seiten dann ausdruckt und uns anruft. Zum Schluß sagt der Chef dann noch, daß ich von München aus zu dem Frankfurter fahren soll, nur weil der ein paar neue Schrauben braucht.
Außerdem wäre es doch sicherlich auch billiger wenn man das ganze nur im Umkreis von, sagen wir mal, 20km ausstrahlt.

Sorry, das ist aufgrund der Struktur des Internets nicht möglich. Man kann alle Seiten immer weltweit empfangen.

Das glauben Sie doch selber nicht, oder? Da muß es doch so was wie ein Branchen-Buch geben, und in das wollten wir dann unsere Seiten stellen.

Es gibt sicherlich eine Seite von einem Drittanbieter die als eine Art Branchen-Buch funktioniert und da können Sie dann mal anfragen ob der einen Link zu ihrer Seite einrichtet. Allerdings kann man ihre Seite dann immer noch weltweit empfangen - daran läßt sich auch Nichts ändern.

Nö, dann muß ich mal noch bei einem anderen Provider anrufen, der mir das nur regional ausstrahlt. Das wird dann sicherlich auch billiger.

Tut mir leid, aber auch andere Provider können die Seiten nicht regional ausstrahlen. Das ist technisch unmöglich.

Ich glaube das Sie sich auf diesem Gebiet nur nicht auskennen. Das muß irgendwie gehen. Wer würde denn auch so eine blöde Struktur bauen! Tut mir leid, aber das nehme ich ihnen nicht ab...Auf Wiederhören.

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Zu viel frische Luft ??? (DAU = Dümmster anzunehmender User)

Hotline: Guten Tag

DAU: Hallo, ich hätte da ein Problem mit meinem Windows.

Hotline: Wie sind Sie denn bis jetzt vorgegangen ?

DAU: Ich weiß es nicht mehr genau.....

Hotline: Dann schließen Sie am besten erst einmal alle Fenster.

DAU: *legt den Hörer auf den Tisch, steht auf*

Hotline: ...???

DAU (kommt endlich ans Telefon zurück): Soll ich die Türen auch schließen?

Hotline: TILT

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Fachdeutsch für Computeranfänger 

Den meisten von uns ist klar, dass das englische Wort Computer vom Verb compute (rechnen, schätzen) kommt, daß ein Computer also ein Rechner oder Schätzer ist. Aber noch immer gibt es viele Zeitgenossen, die vielleicht gerade erst anfangen, sich mit diesem komplexen Thema näher zu befassen.

Dieser Artikel soll all jenen helfen, die nicht mit einem Spielbuben (Game Boy) aufgewachsen sind und die nicht schon von Kind auf all diese verwirrenden Begriffe wie eine Muttersprache auf natürlichem Wege erlernen konnten.  

MUTTERBRETT UND RIESENBISS
Beginnen wir vielleicht mit den einfachen Dingen, die wir sehen, anfassen und damit auch noch begreifen können! Alle Bausteine eines Schätzers werden als Hartware (hardware) bezeichnet. Es ist sehr wichtig, dass man bei der Auswahl der Hartware sorgsam ist, denn nur auf guter Hartware kann die Weichware (software) richtig schnell laufen.

Bei der Hartware ist das Mutterbrett (motherboard) von besonderer Bedeutung. Das Mutterbrett soll unter anderem mit einem Schnitzsatz (chip set) von Intel ausgerüstet sein. Damit auch anspruchsvolle Weichware gut läuft, müssen 16 Riesenbiss (megabyte) Erinnerung (memory) eingebaut sein. Natürlich gehört neben dem 3 .5 Zoll-Schlappscheiben-treiber (floppy disk drive) auch ein Dichtscheiben-Lese-nur-Erinnerung (CD-ROM: Compact-Disc-Read-Only-Memory) zur Grundausrüstung. Eine Hartscheibe (harddisk) mit zwei Gigantischbiss (gigabyte) dürfte für die nächsten zwei bis drei Jahre ausreichend Platz für Weichware und Daten bieten. Wenn wir unseren persönlichen Schätzer (PC) auch zum Spielen benutzen wollen, sollten wir uns neben der Maus auch noch einen Freudenstock (joystick) und ein gutes Schallbrett (soundboard) anschaffen.

 WINZIGWEICH UND KRAFTPUNKT
So, damit sind nun die optimalen Grundlagen für Einbau und Betrieb der Weichware geschaffen! Damit die Weichware auf unserer Hartware überhaupt laufen kann, braucht es ein Betriebssystem. Es empfiehlt sich heute, ein solches mit graphischen Benutzer-Zwischen-gesicht (graphical user interface) zu installieren. Besonders weit verbreitet sind die Systeme Winzigweich-Fenster 3.1 (Microsoft Windows 3.1) und das neuere Fenster 95 (Windows 95) des gleichen Herstellers.

Für Leute, die mit ihrem Schätzer anspruchsvolle Arbeiten erledigen wollen, gibt es unter Fenster 95 das berühmte Büro fachmännisch 95 (Office professional 95). Dieses Erzeugnis besteht aus den neuesten Ausgaben der Weichwaren Wort, Übertreff, Kraftpunkt und Zugriff (Word, Excel, PowerPoint und Access). Damit stehen dem Benutzer alle wichtigen Funktionen wie Wortveredelung (word processing), Ausbreitungsblatt (spreadsheet), Präsentationsgrafik und Datenstützpunkt-Behandlung (database management) zur Verfügung.  

AUFSTELLER UND EINSETZER
Wer selbst gerne Anwendungen entwickelt, kann dies unter Fenster beispielsweise mit dem modernen Sichtbar Grundlegend (visual basic) tun. Natürlich gibt es vor dem Gebrauch auch gewisse Hindernisse zu überwinden.

Die Weichware muss zürst via Aufsteller (setup) oder Einsetzer (install) auf der Hartscheibe eingerichtet werden. Das kann sehr viel Zeit brauchen, wenn sie ursprünglich auf Schlappscheiben geliefert wurde. Das Einrichten ab Dichtscheibe ist sehr viel angenehmer und schneller. Leider stellen aber hier die Aufsteller oft Fragen, die von vielen Unverständlichen Begriffen nur so wimmeln. Aber die wollen wir uns ein andermal vornehmen.

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Eniki-Taste...(DAU = Dümmster anzunehmender User, HL= Hotline)

 HL: Hotline, guten Tag.

DAU: Guten Tag, mein Name ist Daumeier. Ich habe da ein Problem mit meinem Computer.

HL: Welches denn Herr Daumeier?

DAU: Auf meiner Tastatur fehlt eine Taste.

HL: Welche denn?

DAU: Die Eniki-Taste.

HL: Wofür brauchen Sie denn diese Taste? Was ist das für ein Pogramm?

DAU: Das kenne ich gar nicht. Aber es will, daß ich die Eniki-Taste drücke. Ich habe auch schon die Strg-, die Alt- und die Groß-mach-Taste ausprobiert, aber da tut sich nichts.

HL: Herr Daumeier, was steht denn gerade auf Ihrem Monitor?

DAU: Eine Blumenvase.

HL: Nein, ich meine, lesen Sie mir mal vor, was auf Ihrem Monitor steht.

DAU: I Be Em.

HL: Nein, Herr Daumeier, was auf Ihrem Schirm steht, meine ich.

DAU: Moment, der hängt an der Garderobe.

HL: Herr Daumeier....

DAU: So, jetzt habe ich ihn aufgespannt. Da steht aber gar nichts drauf.

HL: Herr Daumeier, schauen Sie einmal auf Ihren Bildschirm und lesen Sie mir genau vor, was da steht.

DAU: Ach so. Sie meinten. ... oh. Entschuldigung! Da steht: "Please press any key to continue."

HL: Ach Sie meinten die "any-key-Taste". Ihr Computer meldet sich also auf Englisch.

DAU: Nein, nein, wenn er was sagt, dann piept er nur.

HL: Drücken Sie mal die Enter-Taste.

DAU: Jetzt geht's. Das ist also die Eniki-Taste. Das könnten die aber auch draufschreiben! Vielen Dank nochmals und aufwiederhören.

HL: Bitte, Bitte, keine Ursache, dafür sind wir ja da.

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Die Firma steht still....... 

Ein System-Administrator erhält von einer Firma die Beschwerde, daß ihr Netzwerk öfter zusammenbricht. Und zwar immer Freitags zwischen 13.40 und 14.00.  

Jede Woche das gleiche, man kann die Uhr danach stellen. Der Admin macht sich auf die Socken, checkt alle Rechner und den Server. Das Netz ist tiptop eingerichtet, alles läuft. Er kann Nichts erkennen.  

Also beschließt er, sich freitags in den Serverraum zu begeben, vor den Server zu setzen und auf 13.40 zu warten. Punkt 13.40 geht die Tür auf, herein kommt die Putzfrau, zieht den Stecker des Servers aus der Steckdose, steckt ihren Staubsauger ein und saugt den Teppich.

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Ihr Computer (oder wie sie das Ding eben nennen) nervt mal wieder???

Hier sind sie. Zehn Arten seinen Terminal zu zerstören :-) 

1.      Kaffee, in die Tastatur gegossen, vermasselt erfolgreich die Arbeit. Aber statt Zucker in den Kaffee zu tun, nimm SALZ, ca. 3-5 mal so viel Salz, wie du Zucker genommen hättest. Denn Salzwasser ist nämlich ein guter elektrischer Leiter und außerdem ziemlich zersetzend für die Leiterbahnen auf den Platinen. Es wird ALLE Chips auf den Platinen kurzschliessen und alles durcheinander bringen. (Wenn's irgend geht, nimmt man Abflussreiniger statt Salz.)  

2.      Wenn möglich nimm die Abdeckung vom Terminal. Dann versuche, die Platine bei eingeschalteter Spannung herauszuziehen und dann wieder einzustecken. Das ist eine sehr wirkungsvolle Methode, jedem IC und Transistor auf der Platine das Lebenslicht auszublasen. ICs und Transistoren können solche Behandlung nicht vertragen, und sie werden immer draufgehen.  

3.      Versuche den Stecker der Verbindungskabel verkehrt herum einzustecken. Das wird alles schön verdrehen.  

4.      Benutze einen Nagelclip und schneide ein paar Leiter in Verbindungskabeln durch. Das wird endlose Probleme verursachen.  

5.      Laß‘ Büroklammern, Heftklammern, Reißbrettstifte, Schnipsel von Alufolie usw. in die Lüftungsschlitze fallen. Wenn du Glück hast, landen sie auf der Platine und verursachen dort Kurzschlüsse und andere hässliche Probleme.  

6.      Zigarettenrauch verursacht Schwierigkeiten mit den Platinen. Er kondensiert und überzieht die Kontakte auf der gedruckten Schaltung, und dann werden sie nie wieder einen Kontakt herstellen wollen. Also blase soviel Rauch in das Terminal wie du kannst.  

7.      Sei kreativ: Nimm die ICs aus der Fassung und steck sie falsch herum wieder rein. Das wird ungeahnte Probleme hervor- und den Wartungstechniker zur Verzweiflung bringen.  

8.      Floppy-Disks sind sehr empfindlich gegenüber magnetischen Feldern. Streich doch ein paar mal mit einem Magneten kreuz und quer drüber. Das macht das Leben  ein bißchen aufregender, und ein Magnet hinterläßt auch nicht so deutliche Spuren wie eine Büroklammer oder ein Kugelschreiber, die zu sehr ins Auge fallen.  

9.      Auch eine Tonkopf-Entmagnetisierungsdrossel, wie man sie für Tonbandgeräte benutzt, kann sehr effektive Ergebnisse bei der Beseitigung lästiger Daten von der Diskette erzielen.  

10. Bastele dir einen Kunststoffmagneten oder, noch besser, einen Kobalt-Dauermagneten (dies ist das stärkste Material) in einen Ring, den du am Finger tragen kannst. Dort wird ihn keiner vermuten , es sei denn, du ziehst Heftzwecken oder Büroklammern von allen Tischen an. Hast du dann eine Diskette in der Hand, streichle sie ein paar mal sanft mit deinem Ring.  

11. Selbstverständlich könnt ihr auch einfach Flüssigkeit auf die Platine schütten, den Monitor zum Fenster herauschmeissen, mit dem Hammer auf das Terminal einschlagen oder so etwas, aber das macht doch nicht so viel Spaß, oder :-)?

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Computerabstinenz

Jedes Jahr, wenn es in den Urlaubs geht, dann beginnt die schwerste Zeit im Jahr.
Zwei volle Wochen ohne Computer.

Jetzt ist die Zeit um und ich habe meine Erlebnisse mit der Abstinenz eingetippt.

1. Tag:

Es ist wie jedes Jahr, ich muß die Computerinteressen den Urlaubsinteressen
der Familie unterordnen. Ohne Fido, ohne Computer in den Urlaub. Aus meinem
alten TI99 habe ich die Tastatur ausgebaut, eine Leuchtschrift montiert.
Ich schreibe meiner Frau die Antworten beim Frühstück (Willst Du noch Kaffee?
Tip tip tip, tip tip tip tip tip tip! Ja, bitte). Es fördert die Entwöhnung.2. Tag:

Meine Hände zittern, aber ich schaffe es. Leider hat die Tastatur ihren
Geist aufgegeben, ich bin gezwungen am Morgen verbal zu kommunizieren.
Das habe ich ja schon Jahre lang nicht gemacht.

3. Tag:

Meine Frau hilft mir im Kampf gegen die Entzugserscheinungen. Während ich
meinen Boß angerufen habe (Quiiiiiiiiiitsch Chrchrchrchrchrchrchr
tüt tüt tüt), nur um das vertraute Modemgeräusch zu hören, zerlegt sie
mir die Kronen Zeitung nach Sachthemen, (Sportteil = Sport.Zeitung,
Anzeigen = Bazar.Zeitung, Politik = NOFUN.Zeitung etc.) und gibt sie in
verschiedene Ordner, die ich dann beim Frühstück durchblättere.

4. Tag:

Ich muss mir etwas einfallen lassen. Der Portier im Hotel klingt schon
langsam ziemlich sauer, nachdem ich heute 6 Mal nachgefragt habe, ob
Nachrichten da sind, und wir haben es erst 10 Uhr.

5. Tag:

Habe heute Ärger mit der Polizei bekommen. Mußte den Jungs vier Stunden
lang erklären, warum ich im Halbstundentakt in die Bank marschiere und
die Anzeigen (Ich suche, ich biete...) lese.

6. Tag:

Meine Stimmung ist sehr gereizt, meine Hände zittern, ich muß endlich wieder
eine Tastatur unter die Finger bekommen und eine Harddisk hören. Der
Mann in der Drogerie hat sehr erstaunt reagiert, als ich sein Geschäft stürmte
und Herbalife brüllte. Aber ich erhielt leider keine Flames der anwesenden Kunden.

7. Tag:

Ich sehe einen Lichtblick. Unter den Zeitungen in der Hotelhalle
habe ich ein neues C64 Magazin gefunden. Irgendwo im Haus muß es noch so
ein altes, wunderbares Gerät geben. Ich nehme die Suche auf.

8. Tag:

Ich habe ihn. Ich habe den siebenjährigen Besitzer ausfindig gemacht.
Beim Mittagessen konnte ich seinen Teddy entführen. Und damit habe ich
Lösegeld (= den C64) erpreßt. Leider handelte der Bub von der ursprünglichen
Forderung (C64 + Diskettenlaufwerk + Disketten + alle Spiele) bis auf den
C64 alles weg. Aber das macht nichts. Ich habe noch das Magazin und werde
ein Spiel eintippen.

9. Tag:

Meine Maschinschreibkenntnisse haben nicht gelitten. Ich tippe seit 31 Stunden,
bin auf Seite 48 von 49, in der dritten Spalte, in drei Stunden ist das Programm
fertig abgetippt und ich kann spielen.

10. Tag:

Das Aufstehen fällt schwerer, ich muß den Tag positiv sehen. Immerhin lebe
ich, bin gesund. Ja es ist wirklich erfreulich, wenn man lebt, wenn man keinen
Schlaganfall nur einen kleinen Schreikrampf bekommt, wenn die Frau den ohnehin
schon länger leicht defekten Fön ansteckt und die Sicherung durchbrennt.

11. Tag:

Es gibt einen PC im Haus, jawohl, ich habe ihn gefunden. Der Sohn des
Hotelchefs hat einen in seinem Zimmer. Ich habe ihn zufällig gesehen, als
ich vorbeiging. Heute nachmittag werde ich im 4. Stock ein kleines Feuerchen
legen und während das Haus evakuiert wird den PC in mein Zimmer tragen.

12. Tag:

Hat leider nicht ganz so geklappt, wie ich wollte. Die Sprinkelanlage
des Hotels war sehr schnell. Ich konnte nur den PC mit Tastatur ohne Bildschirm
mitnehmen. Aber ich kann zumindest DIR /S eingeben und höre das geile
Ticken der Festplatte.

13. Tag:

Ich habe mir in München schnell die neueste Software besorgt. Ein kleiner
20" Monitor ist auch ins Gepäck gerutscht. Schließlich war er ja günstig
und ich wollte immer schon einen haben. Aber zusammen mit Joystick,
CD-Laufwerk, einer Kiste Cola und einer riesigen Schachtel Notration
(Schokolade, Chips, Popcorn) war er wirklich notwendig für die heutige Spielenacht.

14. Tag:

Heimfahrt. Vorher bin ich nur noch gezwungen, den Bildschirm zu verkaufen,
damit ich die Hotelrechnung bezahlen kann.

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Bunte Blumenbilder... (DAU = Dümmster anzunehmender User, HL= Hotline)

HL: ...technischer Service. Was darf ich für Sie tun?

DAU: Ich habe mir heute im Supermarkt einen ihrer Drucker gekauft, und der soll jetzt diese schönen Blumenbilder machen. Aber da tut sich nix.

HL: Also, das Gerät hat jetzt Strom und ist auch richtig angeschlossen?

DAU: Ja...Strom ist angeschlossen.

HL: Prüfen Sie bitte, ob die Druckerleitung richtig mit dem Rechner verbunden ist.

DAU: Wie mit dem Rechner?

HL: Die Druckerleitung sollte zunächst auf LPT1 angeschlossen sein.

DAU: Steht hier nichts von. Kann ich nicht finden.

HL: Probieren Sie einfach mal, wo er passen könnte.

DAU: Nirgends.

HL: Was für ein System haben Sie? Betreiben Sie vielleicht einen MAC, für den ggf. ein LocalTalk Anschluß zu Verfügung stehen muß?

DAU: Wo würde das denn stehen?

HL: Auf dem Rechner...u. U. sehen sie dort einen angebissenen Apfel unterhalb des Bildschirms.

DAU: Hmm...da steht nur Blaupunkt.

HL: Entschuldigung, ich habe mich falsch ausgedrückt. Ich meine den Bildschirm Ihres Computers.

DAU: Ich habe doch gar keinen Computer...

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Der BASTARD OPERATOR FROM HELL (schrecklich lang aber lohnt sich zu lesen...kicher...) 

Heute ist Backup-Tag. Mein Lieblingstag! Andererseits hat es natürlich gewisse Vorteile, der Operator zu sein. Ich linke das Tape Device nach /dev/null - viel ökonomischer. Zumindest, was meine Arbeitszeit angeht, weil ich nicht alle 5 Minuten Bänder wechseln muß. Außerdem dauert das Backup nur noch etwa 12 Minuten, also kann es nicht ganz schlecht sein!


Ein Benutzer ruft an.

"Wissen Sie, warum das System so langsam ist?"

"Wahrscheinlich liegt's an ..."
Ich schaue nach, was heute dran ist:
" ... der Taktfrequenz."

"Ah."

Wenn sie nicht wissen, wovon man redet, sind sie meistens zufrieden.

"Wissen Sie, wann das repariert wird?"

"Repariert? Es sind 275 Benutzer auf deiner Maschine, einer davon bist du. Nun sei ein braver Junge und lass' mal ein paar andere ran. Log aus, Egoist!"

"Aber ... aber die Ergebnisse müssen morgen abgegeben werden. Ich brauche nur noch eine Seite auf dem Laserdrucker..."

"Aber klar doch! Erzähl das mal deiner Omama, Bruder!"
Ich hänge auf. Hunderttausend Höllenhunde! Man sollte meinen, daß sie endlich lernen, NICHT mehr anzurufen!


Das Telefon klingelt wieder. Ich weiß, daß er es ist. So was nervt mich. Ich verringere meine Stimmlage um 2 Oktaven.
"HALLO, LOHNBUCHHALTUNG!"

"Ah .. oh. Tut mir leid. Ich habe die falsche Nummer..."

"SOOO? Wie ist denn Ihr Name, Freundchen? Wissen Sie, wieviel Geld uns solche falschen Anrufen kosten? WISSEN SIE DAS? Ich hätte gute Lust, Ihre vergeudete Zeit, meine vergeudete Zeit und die Kosten dieses Anrufs von Ihrem Monatsgehalt abzuziehen! TATSACHE, DAS WERDE ICH AUCH! Wenn ich mit Ihnen fertig bin werden SIE UNS Geld schulden! WIE IST IHR NAME - UND KEINE LÜGEN! WIR HABEN ISDN!"
Ich höre wie der Hörer 'runterfällt und sich jemand in Trab setzt - er will sich im Sekretariat des Dekans ein Alibi besorgen. Ich tippe seinen Benutzernamen ein und rufe im Sekretariat des zugehörigen Dekanats an.

"Hallo?"

"Hallo, Simon, Operator hier. Passen Sie auf! Wenn er in etwa 10 Sekunden in Ihr Büro stürmt können Sie ihm was ausrichten?"

"Ich denke schon..."
sagt sie unsicher.

"SAGEN SIE IHM: ER KANN RENNEN, ABER ER ENTGEHT MIR NICHT!"

"Ähm, gut."

"Und nicht vergessen. Es wäre doch schade, wenn jemand Ihre Datei mit den einschlägigen S+M Tips in Ihrem Account finden würde..."
Ich höre ihre langen Fingernägel panikartig über die Tastatur klappern...
"Sparen Sie sich die Mühe - ich hab' bereits 'ne Kopie. Nun seien Sie ein gutes Mädchen und richten Sie's ihm aus!"
Sie verspricht es heulend.
Das Schlimme an der Sache ist: die S+M Sache war nur geraten. Trotzdem hole ich mir rasch eine Kopie davon. Könnte mal ganz gut sein, wenn ich nicht einschlafen kann...
Inzwischen ist das Backup in neuer Rekordzeit zu Ende gelaufen. 11 Minuten und 10 Sekunden. Es lebe die moderne Rechnertechnik!


Schon wieder klingelt das Telefon.

"Ich brauche mehr Speicherplatz!"
sagt er.

"Warum ziehen Sie nicht in den Osten?"

"Quatsch, in meinem Account, Sie Idiot."
Idiot? Oh-oh...

"Es tut mir so leid"
sage ich wie Mutter Beimer in der Lindenstraße
"aber ich hab' das nicht ganz mitgekriegt. Was sagten sie doch gleich?"
Ich kann die aufkommende Angst durch die Leitung riechen. Aber es ist zu spät: er ist erledigt und er weiß es.

"Ähm, ich sagte, hätte gerne etwas mehr Speicherplatz in meinem Account bitte."

"Aber klar. Augenblick mal."
Ich höre ihn erleichtert aufatmen obwohl er die Sprechmuschel mit der Hand abdeckt.
"Erledigt. Sie haben massig Platz jetzt."

"Wieviel?"

Das geht mir nun wirklich auf den Keks! Nicht nur daß sie dauernd Speicherplatz von mir fordern sie wollen mich auch noch kontrollieren und protestieren wenn ich ihnen nicht genug gebe. Sie sollten glücklich sein mit dem was von mir gibt und basta!
Wieder mit Mutter Beimer:
"Also, schaun' wir mal. Sie haben 60 MB frei."

"Klasse! 120 MB zusammen. Vielen Dank!
sagte er begeistert von seiner Verhandlungstechnik.

"Moment!"
unterbreche ich. Das muß man genießen wie einen Südaustralischen bei Raumtemperatur.

"60 MB insgesamt."

"Was? Ich habe doch schon 60 MB belegt. Wie kann ich dann noch 60 MB frei haben?"

Ich sage nichts. Ist auch nicht nötig. Er wird schon noch drauf kommen.

"Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaarrrrrrrrrrrrggggghhhhhh!"

Ich mag mich, wenn ich eklig bin. Ehrlich!


Ich spiele gerade DOOM an der Masterconsole als irgend so ein gedankenloser Bastard anruft. Ich hebe ab.

"Hallo?"
sage ich.

"Wer ist da?"
sagt er.

"Ich denke, ich bin's"
sage ich. Wozu habe ich den Kurs 'Erfolgreiches Verhandeln am Telefon' absolviert?

"Wer ich?"

"Wird das ein Österreicherwitz?"
sage ich, während ich mit allen verfügbaren Fingern auf den Feind ballere.
ZU SPÄT. YOU GOT KILLED. GAME OVER.
Meine Laune sinkt von minus zweihundert auf den absoluten Nullpunkt.
"Was kann ich für Sie tun?"
Stimme so weich wie Kaschmirwolle (ein untrügliches Warnzeichen!)

"
Ähm, Ich hätte gerne gewußt, ob wir ein bestimmtes Software-Paket haben..."

"Was für eine Software ist das?"

"Ähm, sie heißt B-A-S-I-C."

klickerdiklackerdiklick: rm basic.exe
"Hm, tut mir leid, haben wir nicht. Wir hatten das mal..."

"Oh. Na gut, die andere Sache, weswegen ich anrufe: könnte man alle Daten in meinem Account auf Band kopieren. Dann hätte ich eine Sicherheitskopie zu Hause im Falle eines Falles..."

"Im Falle eines Falles?"

"Ja, falls sie zum Beispiel aus Versehen gelöscht werden oder so ..."

"GELÖSCHT! Ah, machen Sie sich da mal keine Sorgen. Wir machen doch Backups."
(Ich bin so ein Schwein!)
"Wie ist Ihr Username?"

Er gibt mir seinen Usernamen. Nicht sehr helle!
klickediklackediklick...
"Aber Sie haben doch gar keine Daten in Ihrem Account!"
sage ich, baffes Erstaunen in der wohlmodulierten Stimme.

"Natürlich habe ich Daten. Sie schauen sicher an der falschen Stelle!"

klickediklackediklick...
"Ah, stimmt. Ich war falsch..."
sage ich.
Hat er nicht gerade 'Typisch' in seinen Bart gemurmelt? Mein lieber Freund...
"Ich Wollte sagen: DER USERNAME EXISTIERT GAR NICHT."

"Was?"
Wimmern in der Leitung.
"Aber da muß einer sein. Ich habe doch erst heute morgen darin gearbeitet!"

"Aha! Da liegt das Problem. Sehen Sie, da war ein Virus im System heute morgen. Der ... äh .. Leonardo da Vinci Virus. Löscht alle User die gerade eingeloggt sind, wenn er losbricht."

"Das kann nicht sein. Meine Freundin war auch eingeloggt, und jetzt bin ich gerade in ihrem Account!"

"Und welcher ist das?"

ER SAGT ES MIR. MANCHE LEUTE LERNEN'S NIE.
"Ah, ja. Den Account konnten wir gerade noch retten."
klickediklackediklick...
"Sie hat nur alle Daten verloren."

"Aber..."

"Keine Sorge. Wir haben doch alles auf Backup."

"Oh, Gott sei Dank!!!"

"Auf Lochstreifen-Backup! Haben Sie einen Leser dafür? Wir nicht! Viel Spaß!!!"
Ich bin so ein Hund!


Mein Job ist so eine Hetze, daß ich kaum dazu komme, kurz mal ins Kino zu fahren, bevor die Leute ihre Ausdrucke abholen kommen. Die Queue ist sowieso viel zu voll, als daß ich alles rechtzeitig ausdrucken (und sortieren) könnte. Also kille ich alle die kleineren Jobs bis auf zwei und die lassen sich im Nu sortieren.
Nach dem Film (einer von diesen Endlos-Bertoluccis, wo der Held nach drei Stunden endlich in grandiosen Visionen zugrunde geht) komme ich zurück um die Ausdrucke auszugeben. Etwa fünfzig Leute warten draußen und ich habe zwei Ausdrucke. Stimmt ziemlich gut mit meinem Durchschnitt überein. Andererseits hätte ich mehr killen sollen. Egal, ich lasse die beiden Ausdrucke elegant auf den Tisch gleiten, drehe mich um und gehe betont langsam zurueck in meinen Glaskasten. Dabei halte ich deutlich sichtbar das Clipboard in der Hand, das mit den grossen roten Buchstaben 'ACCOUNTS TO REMOVE' auf der Rueckseite. Keiner sagt ein Wort. Wie immer.
Ich sitze wieder gemuetlich im Operator Sessel und beobachte den Ueberwachungs-Monitor, der zufaellig mit dem Videoplayer aus der medizinischen Optik verbunden ist (zur Reparatur hier; geschaetzter Termin der Ruecklieferung irgendwann in 2001). Ploetzlich klingelte das Telefon. Das muss heute schon das zweite Mal sein, und es beginnt mir auf die Nerven zu gehen.

"Ja?"
sage ich und halte das Bild an.

"Ich hab' aus Versehen meinen Lebenslauf geloescht..."
sagt die Stimme am anderen Ende.

"Tatsaechlich? Wie war Ihr Username?"
Er sagt es mir. Sch.... wie langweilig.
"Ah, nein. Nicht Sie haben ihn gelöscht - ich war's."

"Was?"

"Ich hab' ihn gelöscht! Er war voll mit Sch...! In keinem einzigen Fach was Besseres als 'ne zwei!"

"Häh?"

"Und der Mist mit dem Austauschstudium - das war Ihre Freundin, und wir beide wissen das!"

"Häh??"

"Na, Ihre Studienangaben. Ich hab's nachgeprüft. Sie haben gelogen."

"Wie haben Sie ..."
Es klickt deutlich hörbar.
"Oh, nein. SIE sind's! Der BASTARD OPERATOR FROM HELL!"

"Leibhaftig, am Telefon und in Ihrem Account. Es wäre wirklich besser gewesen nicht anzurufen, wissen Sie. Vor allem hätten Sie Ihren Usernamen lieber für sich behalten sollen..."
klickediklackediklick...
"Tja, und dann hätten Sie dem System Manager keine so böse Mail schicken dürfen. Eine Mail, die ausdrückt, was Sie von ihm halten - in hübschen Bildern!"

"Ich habe keine ..."
klickediklackediklick... klick

"So? Haben Sie nicht? Wer kann das noch sagen heutzutage? Keine Sorge, es bald wird alles vorüber sein...."
klickediklackediklick...
... noch den Usernamen zurückändern ...
klickediklackediklick...

"B-b-b-b"
blubbert er wie eine desynchronisierte PDP-11.

"Leben Sie wohl"
sage ich überfreundlich.
"Ich denke Sie sollten jetzt besser packen. Viel Spaß beim Neubeginn."
Ich lege auf.

Zwei Sekunden später läutet das rote Telefon. Es ist der Boss. Er knurrt den Usernamen - von wem wohl? - und etwas über eine schweinische Mail.

"Sie wissen, was Sie zu tun haben ..."
mit den Punkten und allem.
Später, im Abrechnungscomputer der Städtischen Elektrizitätswerke, während ich die nächste Rechnung des armen Schweins um ein paar Nullen korrigiere, wundere ich mich wieder einmal über diesen hartnäckigen und unglaublichen Mangel an Urteilsvermögen - welche Blödheit kosmischen Ausmaßes treibt sie immer wieder dazu, bei mir anzurufen. Noch später, als ich im FBI Computer sein Photo von der WWW Page in die Gesuchtenliste kopiere (die mit dem Label 'Dringend gesucht, bewaffnet und gefährlich, sofort schießen') komme ich zu dem Schluß daß ich es wohl niemals wissen werde - aber das Leben geht weiter.
Ein paar Stunden später sehe ich die GSG 9 sein Apartment umstellen und mir wird klar: für ein paar von uns wird es das nicht. Aber morgen ist ein neuer Tag.
Es ist Donnerstag und ich bin guter Laune. Es ist Zahltag. Ich denke, ein paar Anrufe können nicht schaden. Also lege ich den Hörer zurück auf die Gabel.


Es läutet.

"Seit Stunden versuche ich Sie zu erreichen!"
schreit eine Stimme am anderen Ende.

"Nanana, STUNDEN können's gar nicht gewesen sein!"
sage ich, während ich 'Blade Runner' ins Cover zurückstecke und mir die Rückseite anschaue.

"Allenfalls 114 Minuten. Ich hatte einen langen Chat mit dem großen Boss. Versuchte bessere Technik für unsere Benutzer herauszuschlagen."

Eins, zwei, drei ...
"Oh, tut mir leid."

"Macht nix. Ich bin nicht nachtragend."
Ich nehme mir vor, sein Passwort in den nächsten Tagen etwas abzuändern, in etwas, worauf er nicht so schnell kommen dürfte.

"Ähm, ich weiß nicht, wie ich ein File umbenennen kann!"
sagt er.

Oh, Gott... Moment es ist ja Zahltag, nicht? Also bin ich guter Laune.
"Aber klar. Tippen Sie nur 'rm' und den Filenamen."

"Vielen Dank."

"Keine Ursache."
(Jetzt bin WIRKLICH guter Laune. Vielleicht sollte ich heute das Skript fertig schreiben, das Abspeichern zu bestimmten, zufällig gewählten Zeiten unmöglich macht.)


Das Telefon läutet wieder.
"Hallo?"

"Hallo, ebenfalls..."
sage ich.

"Ist das der Kontrollraum?

"Aber klar doch!"
sage ich zuckersüß.

"Könnten Sie mir bitte meine Ausdrucke herausbringen? Ich brauche sie dringend und der Ausdruck müßte schon seit fünf Minuten zu Ende sein."

"Ihr Username?"
frage ich.
Er gibt ihn mir und ich notiere ihn für später.
"Kein Problem. Moment."
sage ich und gehe 'rüber zu den Druckern. Ein RIESEN Haufen von Ausdrucken liegt auf dem Boden. Und tatsächlich, sein Dokument liegt ganz oben auf. Ich breite es über dem Haufen aus und sprühe großzügig unser Spezialfleckenwasser in die Gegend. Dann fahre ich den schweren Bandwagen ein paar Mal darüber und klemme es zum krönenden Abschluß vier, fünf Mal in die schwere Safetüre ein, wo wir die Backup- Bänder aufbewahren sollten. Hübsch.
"Hier sind Ihre Ausdrucke,"
sage ich
"Tut mir leid, daß es solange gedauert hat. Wir haben ein paar kleinere Probleme mit dem Drucker."

Ein Blick und er macht sich fast in die Hose.
"Oh, Gott! Kann ich es nochmal drucken?"
fragt er besorgt.

"Aber klar doch!"
sage ich.
"Aber wie gesagt, unser Printer ist nicht besonders gut drauf heute."

"Äh, kann ich es auf dem Laser drucken - funktioniert der?"

"Natürlich, aber das kostet eine Kleinigkeit"
sage ich. Mitgefühl verströmend.

"Egal, was es kostet! Das ist hyper-dringend!"

Ich schleiche zurück in den Druckerraum und suche die Tonerkassette, die wir für spezielle Fälle aufbewahren - die mit den dicken schwarzen Streifen in der Mitte und den blassen Rändern. Ich habe auch ziemlich lange gebraucht, bis sie so gut funktionierte. Der Ausdruck kommt raus und ich bringe ihn sofort nach vorne. Bloß nichts verpassen.

"W-w-w-was ist den jetzt passiert?"
winselt mich der Geck an.

Gut, daß ich den Usernamen notiert habe - Geistige Folter ist vielleicht doch etwas, wofür ich mich längerfristig begeistern könnte.
"Äh, nichts. Ich meine, klar: es ist nicht perfekt. Aber der Toner hat auch schon 47 Tausend Seiten drauf und wurde 17mal nachgefüllt. Ich finde, es ist noch gut gegen das, was wir sonst so bekommen."
Der Geck zahlt und beginnt zu wimmern.
"Na, kommen Sie. Kein Grund zum Heulen. Haben Sie die Arbeit auf Disketten?"
Er gibt mir eine kleine Plastikbox mit Disketten. Ich hüpfe schnell rein und lege sie kurz auf den Lösch-Magneten. Ich gehe wieder hinaus.
"Tut mir so leid, aber mir fällt gerade ein, daß unser Lesegerät hinüber ist. Sie müssen damit zu dem Druckerraum U am anderen Ende des Campus - kennen Sie den? - und es dort ausdrucken. Dort sollte es klappen. Die haben gestern einen neuen Toner bekommen."

"SUPER!"

"Gern geschehen. Und denken Sie daran: immer die Disketten hoch über den Kopf halten. Das Erdmagnetfeld ist heute wieder extrem stark."

"Häh???"

"Keinen langen Reden. Machen Sie's."

Er marschiert los, die Disketten hoch über dem Kopf...
Manchmal hasse ich mich selbst!


Die dauernde Langeweile bringt mich um. Also lese ich User-Email, um die Zeit totzuschlagen. Allerdings muß ich zugeben, daß die heutige Lieferung auch nur zum Gähnen anregt. Nicht eine wirklich gute Nachricht darunter. Nicht mal versteckte Andeutungen über Fummeln im Supermarkt, wie sonst. Gar nichts. Statt dessen muß ich mir den üblichen Sch... zu Gemüte führen:
Welcher Verwandte wann welche Art von Operation über sich ergehen lassen muß und welche es nicht überlebt haben, wie das Wetter auf der anderen Seite des Erdballs ist, die Sorte von Redundanzmails, die nur unsere Queues vollknallen! Um die Sache etwas aufzulockern, hole ich eine persönliche Party-Einladung aus einer Mailbox, poste sie unter dem Namen des Senders in alt.singles.with.severe.social.dysfunctions im USENET und mache eine Notiz in meinem Kalender, damit ich rechtzeitig dort bin - mit meiner Videokamera. Könnte was werden!
Was steht als nächstes an? Ah ja, die medizinische Datenbank, in der die Vertrauensärzte der Uni die Krankheitsgeschichten der Angestellten speichern. Ich suche schnell mal durch nach 'Herpes' und 'Syphilis' und verkaufe die Ergebnisse an die lokale Boulevardpresse.
Um meine Spuren zu verwischen, gehe ich in den Account des Oberarztes und füge dort folgenden Eintrag in sein Online-Tagebuch ein: DM 500, Med. Daten an Zeitung.
Sollte ausreichen!
Ich schichte ein paar Bänder aus den Regalen auf den Laborwagen und zurück, damit es so aussieht, als ob wir sie tatsächlich verwenden. Dann gehe ich in Archie und suche nach einem bestimmten verborgenen X-GIF Server, von dem ich gehört habe. Als ich ihn finde starte ich einen Batch unter einem User-Account, um die Bildchen 'runter zu laden - natürlich auf seine Kosten. Gerade noch rechtzeitig fällt mir ein, ob auch genug Speicherplatz für die Bilder frei ist.
Um ganz sicher zu gehen, entferne ich alle Dateien auf der Platte, die nicht direkt mit dem Batch zu tun haben. Zum Beispiel die ganzen LaTeX Dokumente "diss*.*"; die sind in letzter Zeit sowieso schon wieder viel zu groß geworden.
Zurück in User email schaue ich, ob sich inzwischen was getan hat. Naaah. Schließlich suche ich alle files nach 'schwanger', 'Scheidung' und 'Therapie' und poste sie anonym in eine lokale Klatsch-Newsgroup. Dann, bevor ich auch nur piep sagen kann, ist der Strom weg! In der nächsten Sekunde läutet schon das Telefon.
"Hallo?"
sage ich, wütend - der Coyote hat den Roadrunner gerade fast am Wickel gehabt!

"Was ist mit dem Comp..."

Ich hänge auf. Jetzt geht's um Leben oder Tod. So schnell ich kann, reiße ich das Stromkabel des Mainframes aus der Notstromversorgung und schließe fieberhaft mein TV daran an. Verdammt! Der Roadrunner war wieder schneller!
Inzwischen fangen überall die Warner an zu jaulen, weil die Hauptplatten- speicher 'runterfahren. Aber was soll's? Mein Mac und mein Terminal sind sowieso fest mit der Notstromversorgung verbunden, und ich bin im Beer Factory Level in Dark Castle.
Das Telefon klingelt schon wieder. Also lasse ich die Kommunikations- sicherung am Notstromschaltkreis herausschnappen, und endlich ist Ruhe. Um ganz sicher zu gehen, hole ich den Hockeyschläger aus dem Spind und übe ein bisschen Einer-gegen-die Wand. Durch das Glasfenster schaut das aus als ob ich wie ein Wahnsinniger nach dem Fehler suche - wie üblich. 10 Minuten später ist der Strom wieder da und die Diagnose meldet zwei Hard Disk Crashs auf dem Main Level, zum Teufel damit! Ich habe keinen Mann verloren, bin kurz vorn letzten Level und im TV kommen noch mehr Cartoons!
Das andere Telefon läutet, ein User (welch Überraschung!).
"Kontrollraum!"
sage ich, so richtig im Stress.

"Wann wird der Computer..."
Ich lege auf.
Im Moment komme ich ganz gut voran. Nur noch ein Wizard, der unablässig Bannflüche schleudert, steht zwischen mir und dem letzten Bild. Gleich bin ich drin!
Das Telefon läutet schon wieder! Mit einem raschen Hieb schalte ich auf Freisprechen.
"Kontrollraum!"
brülle ich, voll involviert.

"Ich hab' meine Files gelöscht. Meine Daten sind weg..."
winselt ein User über den Lautsprecher.

"Aber sicher doch!"
sage ich, weil ich mich nicht erinnern kann. Diese Bemerkung genügt, um mich den Bruchteil einer Sekunde abzulenken. Der Wizard nagelt mich in den Boden und schmeißt mir noch einen Feuerball hinterher. GAME OVER.
"Wie war Ihr Username?"
sage ich mit Honig gesalbter Stimme. Er sagt es mir. Ich schaue nach - und er hat recht. Sch...., dabei war ich es nicht mal!
Um meinen guten Ruf zu wahren, wechsele ich sein Login Directory nach /dev/null, setzte seinen Pfad auf '.' und setzte einen alias auf sein 'news' Kommando, welches ein scheußliches kleines Skript in seinem früheren Home Directory startet. Das Skript schickt eine nicht mehr ganz politisch korrekte email an die Beauftragte für Gleichberechtigungsfragen der Uni und löscht sich anschließend selbst.
Wohl bekomm's!


Es ist Freitag; also gehe ich früher zur Arbeit, sogar noch vor dem Mittagessen. Das Telefon klingelt. Sch....
Ich blättere den Ausredenkalender um. "Sonneneruptionen" steht da. Ok, darüber muß ich erst ein bisschen recherchieren. Zwei Minuten später bin ich fit für den ersten Anruf.

"Hallo?"
sage ich.

"WO SIND SIE GEWESEN! ICH HABE SCHON DEN GANZEN VORMITTAG ANGERUFEN UND NIEMAND GEHT RAN!"

Ich hasse es, wenn sie mich schon am frühen Morgen anbrüllen. Es deprimiert mich irgendwie. Sie wissen, was ich meine ...
"Äh, ja. Tja, wir hatten heute morgen auch wieder extrem starke Sonnenaktivität. Das kann böse Auswirkungen auf die Kommunikationsleitungen haben..."
sage ich zuckersüß.

"Häh? Aber sonst habe ich doch jeden erreicht?!"

"Tja, das ist durchaus möglich. Die Auswirkungen erhöhter Sonnenaktivität sind ziemlich unvorhersehbar. Letzte Woche hatten wir sogar den Fall, daß ein paar Files einfach vor den Augen ihres Besitzers verschwunden sind während er noch damit gearbeitet hat..."

"Wirklich?"

"Kein Sch...! Äh, wollen Sie, daß ich Ihren Account schnell checke?"

"Äh, ja. Ich hab ein paar wichtige Dateien drin..."

"Ok, wie war noch Ihr Username ..."
Er sagt ihn mir. Ehrlich, eine Mücke mit einem Sprengsatz zu erledigen ist schwieriger. Mit einem atomaren Sprengsatz. Mit AWACS-Unterstützung.
Sch....!
(Ich verzichte ab jetzt auf den klickediklackediklick-Teil, ok?)
"Wieviele Dateien sind in Ihren Account?"
frage ich.

"Ähm, also, etwa 20 in meiner Doktorarbeit, circa 10 mit den Daten dazu, und noch etwa 20 für das Buch, das ich gerade herausgebe."

"Hm. Ich glaube, wir schauen erst mal, was noch zu retten ist. Also, da sind noch zwei Files lesbar, .cshrc und .login ..."

"AAAAAAAAAAAaaaaaaaaaarrrrrrrrrggggggghhhhhhhh!!!!!!!"
Er schluchzt leise ins Mikrophon - mir kommen auch die Tränen!
"Was mach' ich nur?"
schnüffelt er.

"Ok, haben Sie irgendwas davon auf Floppy gesichert?"

"Schon, aber die sind schon Wochen alt!"

Ich spiele mit dem Schalter des Floppy-Löschers.
"OK!"
sage ich,
"wie wär's, ich komme kurz rüber und lade die Backups in Ihren Account, damit Sie pronto weiterarbeiten können?"

"Das wäre toll"
wimmert er,
"aber die Floppys habe ich zu Hause. Ich fürchte, die muß ich heut' Nacht selber runterladen."

"Gut. Aber denken Sie daran, was ich vorhin gesagt habe: Sonneneruption sind Gift für Disketten und Maschinen. Sie müssen Ihre Floppys unbedingt vor der gegenwärtigen Sonnenaktivität schützen. Sonst verlieren Sie noch alle Daten."

"Wie mach ich das? Sie in Alufolie wickeln?"

"UM GOTTES WILLEN, NEIN! Alufolie ist das Schlimmste! Sie wissen doch was mit Alufolie im Microwellenherd passiert oder?!"

"Doch.."

"Dann verwenden Sie's auch nicht! Es gibt nur eine sichere Methode, Disketten erfolgreich zu schützen..."

"Und wie?"

"MAGNETISCHE FELDER! Packen Sie Ihre Floppys in einen Kopfkissenbezug gefüllt mit möglichst vielen Magneten. Sie können zum Beispiel die von Ihrem Kühlschrank nehmen. Sie wissen schon mit denen Sie ihre Zettel dort festpinnen - Solarpartikel hassen magnetische Felder."

"Wow. Danke."

"Gern geschehen. Es ist nur mein Job..."
Sch.... ich mache Fortschritte.


Ich finde, so ein verantwortungsvoller Posten wie meiner sollte mit einer angemessenen Mittagspause vergütet werden. Für die paar Stunden setze ich den Hausmeister auf meinen Stuhl, damit es nicht so aussieht, als wir unsere Pflichten vernachlässigen würden (sic!). Ich erkläre ihm, daß er nur darauf achten muß, daß der Hörer nicht aus Versehen auf der Gabel landet. Er ist einverstanden und ich verschwinde.
Zuerst die Bank. Ich lasse 20 Mark in Zehnpfenningstücke wechseln und frage dann nach meinem Kontostand. Während der Angestellte noch tippt, ziehe ich unauffällig den Netzstecker von seinem Endgerät. Es stirbt natürlich und ich sage daß ich in Eile bin und daß ich gerne den Manager von diesem Sauladen sehen möchte.
Er walzt durch die Tür wie ein gut gefüttertes Riesenbaby und fragt mich, ob es ein Problem gäbe. Ich sage, alles, was ich wolle, sei mein Kontostand und ob das denn zuviel verlangt sei und daß ich immer noch in Eile sei. Dann kreuze ich die Finger.
JA! Er findet das herabhängende Netzkabel steckt es wieder rein und loggt sich ein MIT DEM MANAGER ACCOUNT.
Ich stolpere wie zufällig an den Schalter und stosse aus Versehen 200 Zehnpfenningstücke hinunter. Der Manager beachtet mich nicht, aber alle anderen tauchen nach den Münzen. Ich beobachte ungestört, wie er sein Passwort eintippt - mit der halsbrecherischen Geschwindigkeit von einem Zeichen pro Sekunde! Gar kein Problem, der Hardliner macht es mir sogar noch leichter, indem er ein semantisches Wort als Passwort gewählt hat: ZINSEN. So ein Scherzkeks! Ich verziehe keinen Gesichtsmuskel. Nicht ganz einfach, wenn ich an meine überschuldete Hypothek denke. Heute Nacht werde ich da einiges richtigstellen...
Ein Benutzer den ich noch vom D(eletion)-Day '94 kenne nähert sich, um mich anzuquatschen. Sogar der Manager schüttelt abwehrend den Kopf, aber es ist zu spät. Er hält direkt vor mir und richtet das Wort an mich!
"Ähm, Entschuldigung. Könnten Sie mir einen Tip geben, welchen Computer ich am besten für meine Diplomarbeit kaufe?"

"Schon mal vom neuen Pentium gehört?"
frage ich.

"Ja..."

"Meiden Sie den wie die Pest! Kaum jemand weiß das, aber man handelt sich fürchterliche Probleme ein, wenn man ein Betriebssystem so schnell laufen läßt. Manche von den Kisten machen über 100 Millionen obstructions per second. Sie können sich ja vorstellen, daß da eine solch billige Kiste aus dem Takt kommen muß, nicht? Die Katastrophe ist praktisch vorprogram- miert!"

"Oh!"

"Nehmen Sie lieber was Sicheres und Bewährtes. Ein ZX81 mit dem doppelten Cassettenlaufwerk, wenn Sie das kriegen können. Im Vertrauen: Die sind nicht mehr leicht zu bekommen, weil alle Leute, die wirklich was davon verstehen, natürlich nur bewährte Technik kaufen. Kaufen Sie bloß keine Harddisk dazu. Sie haben doch sicher schon gehört wie oft die kaputtgehen? Cassetten dagegen halten ewig!"

"Danke, super!"

"Keine Ursache! Wie war doch noch gleich Ihr Username?"
Er sagt ihn mir. Gerade noch rechtzeitig für D-Day 96. Man sollte meinen, daß sie's irgendwann lernen!
Zurück an meinem Arbeitsplatz finde ich den Hausmeister - eingeschlafen vor dem Terminal. Ich frage ihn, ob er nicht lieber hier arbeiten möchte, aber er lehnt dankend ab. Hier hat er nicht die Möglichkeit, Leute in der Toilette aufzuschrecken...

Ich lege den Hörer zurück auf die Gabel und sofort klingelt es. Ich hasse es, wenn es das tut. Ich brauche immer eine Ewigkeit, die Earphones nachher wieder reinzupfriemeln.
Diesmal ist es anders. Die heißeste Mieze auf dem Campus ist dran - und sie hat ein Computerproblem! Ich liebe solche Augenblicke. Sie machen den Job erst dazu, was er ist.
"Wie ist Ihr Username?"
frage ich - als ob ich es nicht auswendig wüßte.
So schnell ich kann überfliege ich ihre persönliche email - das meiste nur todlangweiliges Zeug - und grepe die gesamte User email nach ihrem Usernamen. Nichts - vortrefflich!
"Wie kann ich Ihnen helfen?"
flöte ich charmant.

"Ich kann mein Dokument nicht abspeichern. Es sagt etwas mit zuwenig Speicherplatz."

"Das werden wir gleich haben"
sage ich und lösche alle anderen Files auf ihrer Platte - außer den ihrigen natürlich. "Jetzt sollte alles funktionieren..."

"Oh, vielen, vielen Dank"
haucht sie ins Mikrophon.
Ich notiere mir, daß ich morgen wieder etwas an ihren Account herum- doktere.


Das Telephon läutet, fast bevor ich es wieder auf der Gabel habe.

"Meine Daten sind alle weg!" schreit jemand am anderen Ende.

"Wann war das?"
frage ich.

"Gerade eben..."
sagt er schluchzend.

"Aha. Tja, Kopf hoch. Es sind noch drei Tage bis zum Semesterende. Wenn Sie Tag und Nacht dran bleiben, werden Sie schon noch eine Drei minus schaffen."
Er schluchzt noch zwei- dreimal leise und legt auf. Schwächling!


Das Telephon läutet schon wieder!

"Der Bildschirm an meinem PC ist so schwach. Ich kann kaum die Buchstaben erkennen. Soll ich den Helligkeitsregler hochdrehen?"

"NEIN!"
schreie ich.
"Fassen Sie den Knopf nicht an! Haben Sie auch nur die leiseste Ahnung, was da für eine Strahlung 'rauskommt, wenn Sie den Knopf ganz zum Anschlag drehen?!"

"Also ich .."
sagt sie verunsichert.

"HÖREN SIE AUF MEINEN RAT!"
sage ich.
"Es gibt nur einen SICHEREN WEG, ein schwaches Display aufzumöbeln, und das ist: Nadelenergieimpulse in die Treiber geben!"
Die Worte 'Nadelenergieimpulse ' und 'Treiber' sind zuviel für sie. Wenn Leute solche Ausdrücke hören, gehen sie automatisch in 'dummy mode' und machen ALLES, was ich sage. Ich könnte ihr jetzt vorschlagen nackt nur mit einem Netzkabel bekleidet über den Campus zu sprinten und sie würde es wahrscheinlich machen...Hmmmm.
"Haben Sie zufällig ein übriges Netzkabel 'rumliegen?"

"Nein..."

"Oh, naja. Dann müßen wir das mit den Nadelimpulsen probieren... Also, Sie schalten jetzt so schnell Sie können Ihren PC ein und aus. Einfach den Kippschalter hin und herflippen, verstehen Sie? Etwa dreißig mal."

"Soll ich vorher meine Disketten 'rausnehmen?"

"NEIN! Wollen Sie alle Ihre Daten verlieren?!"

"Oh. Nein, natürlich nicht. Also..."

Ich lausche gespannt.
..klick klack klick klack klick klack klick klack klick klack kl BUMM! Erstaunlich! 27 oder 28. Normalerweise macht sich das Netzteil schon nach dem achten oder neunten Mal in die Hose!

"MEIN COMPUTER! ER RAUCHT!"
schreit sie an anderen Ende.

"Wirklich?? Da muß ein Fehler im Netzteil gewesen sein! Gut, daß wir das geklärt haben! Haben Sie noch Garantie auf die Maschine?"

"NEIN!"

"Du liebe Güte! Was für ein Pech! Tja, dann hilft nur reparieren lassen. Haben Sie wenigstens Ihre Daten gesichert?"

"Ja, ins System, gestern erst. Aber die ganze Arbeit von heute morgen ist futsch!"

"Sie Ärmste! Wie war Ihr Username? Ich will gleich mal checken, ob Ihre Backups ok sind..."
Sie sagt ihn mir...
Tglof Gnuztestrof!!!


Ich sitze wie üblich an meiner Konsole. Ein Benutzer ruft an.

'"Hallo, Kontrollraum. Simon am Apparat. Wie kann ich Ihnen helfen?"
sage ich.

"Ich komme nicht in meinen Account" nuschelt es am anderen Ende.

"Wie lautet bitte Ihr Username?"
frage ich.
Sie geben mir ihren Usernamen. Ich schaue in ihren Account.
"Kein Problem, da war nur ein nicht-ausführbares login file. Ich hab's richtig gestellt. Jetzt sollten Sie ohne Probleme 'reinkommen."

"Danke."

"Kein Ursache. Schönen Tag noch!"


HÄÄHH?! fragen Sie sich jetzt. Ist der BASTARD OPERATOR FROM HELL endlich zum Guten bekehrt worden? Hat er aufgegeben?? REIF FÜ;R DIE KLAPSMÜ;HLE???
Naaah. Der BASTARD OPERATOR FROM HELL wird ab heute überwacht. Alle Aktionen im Mainframe werden automatisch protokolliert. UND WENN DAS PASSIERT werde ich normalerweise auch abgehört! Also muß ich hübsch brav sein bis ich die Bugs entdeckt habe. Sollte nicht allzu lange dauern - vertrauen Sie mir!
Ah. Da haben wir schon eins. Im Telefonhörer, klar. Aber der Boss ist einer von der witzigen Sorte. Ich wette, da sind noch mehr. Ahja, ein anderer unter dem Telefon und ein dritter in meinem Keyboard. Zeit für eine kleine Kaffeeschlacht. Drei auf einmal.... hmmm. Ich bringe mal besser die ganze Kanne und warte auf Zeugen. Der System Manager kommt herein.

"Wo bleibt der Bericht, den ich gedruckt habe?"
fragt er mit saurer Miene - er ärgert sich offensichtlich, daß ich mich am Telefon noch nicht ans Messer geliefert habe. Widersacher identifiziert! Wie der Direktor der "BASTARD OPERATOR SCHOOL" (ich!) immer zu sagen pflegt: "Es gibt kein Problem das sich nicht lösen läßt, indem man die Benutzerprozesse killt, alle ihre Files löscht ihre Accounts sperrt und ihre tatsächlichen Einnahmen dem Finanzamt zukommen läßt."
Ich ziehe den Ausdruck unter der Kaffeekanne hervor, die ich plaziert hatte, und die Kanne ergießt sich über Telephone und Keyboard. Aus irgendeinem Grund standen beide übereinander gestapelt in der Nähe.
"Uuuups!"
sage ich.
Entsetzen malt sich auf meinem Gesicht. Sein Gesicht sagt mir daß ich richtig lag.

"Glauben Sie ja nicht, daß Sie damit davonkommen, Simon"
knurrt er und stampft hinaus.
Ich schalte den Ethernet Monitor ein und beobachte die Pakete, die aus seinen PC kommen.
Ah. Ein Memo geht an den Laser im Büro des Direktors. Inhalt: Beendigung meines Kontrakts, fristlos. Ich mache schnell ein paar notwendige Änderungen an dem File, solange es im Spooldirectory liegt, und lasse es dann an seine ursprüngliche Adresse weitergehen. Ich starte mein Programm 'endzeit', das -522 auf den PC knallt und der Mainframe macht sich in die Hose. Später beim Booten entferne ich das lästige Logging. Als nächstes gehe ich in den Kabelraum und stecke meinen Walkmankopfhörer in den freien RS232-Port aus dem Büro des Direktors. Es ist erstaunlich, wie leicht man bugs ausstreuen kann, wenn man weiß, wo die Datenleitungen laufen!
Direktor: "Sind Sie sicher?"
SysMgr: "ABSOLUT SICHER!"
Direktor: "Und Sie wollen es sich nicht nochmal überlegen?"
SysMgr: "AUF KEINEN FALL!"
Direktor: "Nun gut, ich werde es sofort an die Personalabteilung weiterfaxen..."
SysMgr: "HERVORRAGEND!"

Zwei Sekunden später kommt der Systemmanager herein. Er lächelt. Es sieht aus wie das Lächeln eines großen, satten Haifischs.
"Tja, ich werde Sie vermissen, Simon..."
beginnt er, noch ganz erfüllt, von der eben geleisteten Entscheidung.

"Oh?"
sage ich zuckersüß und heuchele Neugier. "Wohin gehen Sie denn?"

"Nein, Simon"
sagt er genußvoll,
"Sie gehen:"

"Eine BEFÖRDERUNG!"
sage ich.
"Sie haben endlich diesen Brief an den Direktor geschickt, daß er ein gottverdammtes Arschloch ist und daß Sie aufhören?"

"Nein..."

"Sind Sie sicher? Der ist aber viel besser als der über meine Entlassung..."

"W..."
Seine Pupillen weiten sich eine kleine Idee.
Es ist, als ob man ein Walross mit dem Sofakissen erschlagen würde. Er rast los, um das Fax zu stoppen. Nur, nachdem er gerade gekündigt hat, >klickediklackedi< funktioniert sein card key nicht mehr ... Anfänger...


Das Telephon klingelt. Es ist derselbe wie vorhin.

"Ich komm' jetzt in meinen Account, aber ich hab' keinen Speicherplatz mehr auf der Platte..."

"Moment, ich schau, was ich tun kann."
>klickediklackedi< rm -r *


Ich fahre zur Arbeit und klebe hinter diesem alten Trottel, der klassische SLOW DRIVER FROM HELL. Sein Tacho hat bei 20 die rote Linie und kommt ins Schlingern, wenn er die Kurven mit mehr als 5 nimmt. Ich verbrauche ein halbes Kilowatt in meiner Hupe, aber sein Hörgerät ist anscheinend auf Flüstern eingestellt. Keine Chance, vorbeizukommen!
Ich memoriere sein Kennzeichen. Genau genommen tue ich das seit fünf- zehneinhalb Minuten sechzigmal in der Minute. Mannomannomann...
Ich denke, da ist wieder mal ein Anruf in Flensburg fällig. Vielleicht könnte man auch den Wagen als gestohlen registrieren. Gestohlen von Waffenhändlern aus den vorderen Orient. Gefährlich...
Endlich in der Arbeit blättere ich als erstes den Ausredenkalender um. "ELEKTROMAGNETISCHE STÖRSTRAHLUNG VON FUNKTIONSUNTÜCHTIGEN SATELLITEN".
Klingt gut; vielleicht wird es doch noch ein netter Tag.
Ich logge mich als "FUCKYOU" ein (der Kummerkasten-Account für die Benutzer) und rufe die mail auf. Drei Nachrichten sind drin. Die erste hat 117 Zeilen, eine Plaudertasche offensichtlich. Sch.... ich hasse das! Anstatt einfach zu sagen: "Der und der Account braucht mehr Speicherplatz" fangen sie an zu erzählen über was für einen Mist sie für welchen idiotischen Dozenten zu forschen haben und daß es schon gestern hätte fertig sein sollen und daß sie's auch geschafft hätten, aber dann hatte die Kusine dritten Grades plötzlich einen Magendurchbruch und einen riesigen Blutverlust und mußte ins Krankenhaus gebracht werden... usw usw. Ich lösche die Mail unbesehen.
Die zweite Mail stammt offensichtlich von jemandem, der nicht mit dem Mailprogramm umgehen kann. Da ist nur der Header, aber keine Nachricht. Ich antworte mit direktem Reply: "Keine Sorge wir kümmern uns darum am nächsten Dienstag."
Hoffentlich war's was Wichtiges!
Die dritte Mail hebe ich mir für morgen auf. Samstag wäre ein gar zu langweiliger Tag - sollte ich jemals am Samstag arbeiten müssen!


Das Telephon klingelt. Ich dachte, das hätte ich 'repariert'!
Ich klemme mir den Hörer unters Kinn, damit ich gleichzeitig die Pizza in die Mikrowelle schieben kann.

"Ja?"
rufe ich hektisch.

"Irgendetwas stimmt nicht mit meiner Bootdisk. Ich kann den Server nicht erreichen."

"Haben Sie das Laufwerk dabei?"

"Klar!"
Ich hole mir die Disk und stecke sie zusammen mit der Pizza in die Mikrowelle. Fünf Minuten ULTRA-NUKE!

Sechs Minuten später ruft er wieder an.
"Es funktioniert immer noch nicht, aber jetzt höre ich auch noch komische Geräusche aus dem Laufwerk und es riecht irgendwie angebrannt."

Angebrannt? Ich untersuche den Boden meiner Pizza. Naaah, nix angebrannt. Dem Jungen geht nur die Phantasie durch!
"Oh, Sch...."
sage ich,
"das sind wieder diese Störstrahlungen von ausgemusterten Satelliten."

"Tatsächlich? Davon hab' ich auch schon gehört..."

Wow! Denke ich mir.
"Aha! Tja, ich schätze, Sie müssen sich 'ne neue Bootdisk zulegen... "

"Oh. Naja, macht auch nix. Die alte hätte es sowieso nicht mehr lange gemacht. Danke."

"Keine Ursache. Und denken Sie immer daran, den Virenchecker FDISK ab und zu laufen zu lassen, wenn Sie wichtige Daten auf Ihrer Disk haben..."

"Werd' ich machen. Danke!"

"Alles klar - ist nur mein Job!"


Racing läuft viel zu langsam für einen erfahrenen Spieler; also kille ich eben mal alle Database Prozesse, die sich den Löwenanteil an CPU holen und gebe Racing Priorität -10. Besser, viel besser.
Verdammt hart, so an der vordersten Front: Immer nur Arbeit, Arbeit, Arbeit...
Ich gönne mir einen schnellen 2-Stunden-Snack in der Cafeteria. In der Cafeteria sind immer alle ganz reizend zu mir. Zumindest seit es mal diesen dummen Computerfehler gegeben hat, der ihre Küche als Organ- Aufnahme-Station registrierte - ziemlich lästig! Ich schnappe mir noch ein paar Cokes und Crackers und mach' mich auf den Rückweg, diesmal durch die Anfänger Labs. Informatik, erstes Semester. Ich schaue durch das Guckloch an der Tür: Ein ganzer Hörsaal voller Frischlinge ohne Dozenten. Das kann nicht angehen! Ich stoße energisch die Schwingtüre auf und marschiere zur Tafel.

"Es geht los, Herrschaften! Ich darf um Ruhe bitten. Sie dahinten, ja Sie, Sie sorgen dafür, daß uns niemand stört. Blockieren Sie einfach den Eingang. Wer zu spät kommt, soll sich das für's nächste Mal merken. Also, ich bin ihre Vertretung heute und wir wollen jetzt mal den üblichen Kram, den Sie sonst machen, beiseite lassen und uns über ein paar fundamentale Befehle aus der Praxis unterhalten. Wir beginnen mit einer der wichtigsten Funktionen überhaupt dem REMARK-Befehl oder wie er allen Kenner bekannt ist 'rm *..."

Ich hätte vielleicht doch besser Professor werden sollen - ich hab' den richtigen Draht zu den jungen Leuten, wissen Sie...
Grundverhaltensregeln für Dekane:
(1). VERSTECKEN!
(2). Wenn sie dich finden LÜGEN!!
Father Damian C. Fandal


Ich soll als Experte in einer Vorlesung "Grundlagen Systemverwaltung" auftreten; so steht es in der Einladung. Also überlasse ich den Kontrollraum den bewährten Händen von Sam, dem Hausmeister, und gehe hinüber.
Die Vorlesung läuft wie am Schnürchen. Gegen Ende verkündet der Dozent, daß die Studenten "nunmehr 10 Minuten Gelegenheit haben, einem Mann der Praxis, einem richtigen Operator" Fragen zu stellen. Ich hole meinen Pad und Stift heraus und sage: "Bevor wir anfangen, folgender Vorschlag: Könnten Sie bitte Ihren Usernamen nennen, bevor Sie eine Frage stellen. Auf diese Weise kann ich Ihnen gewisse Probleme an konkreten Beispielen erläutern. Das ist einfacher zu verstehen."
Der Dozent schluckt es - mit Senf und Ketchup. Beispiele sind per default gut. Sag niemals was gegen Beispiele an einer Uni!
"Ok, erste Frage. Sie da drüben..."

"Wie beurteilen Sie den Schutz von persönlichen Daten auf einem Mehrbe- nutzersystem?"

"Wie war Ihr Username?"

"CMS1103."
>kritzelkratzel<

"Schutz von persönlichen Daten ... Hmmm. Ein heißes Thema, wirklich. Sie denken zum Beispiel, wenn jemand Ihre private mail liest, worin Sie sich mit Ihrem Therapeuten unterhalten? Zum Beispiel, warum Sie sich vor Ihrer Frau immer im Schrank verstecken?"

"AAAAAAAAAAAAARRRRRRRRRRGGGGGGGHHHHHH!!!!!"

"Oh. Das kam wohl nicht so gut an. Oder er mußte dringend weg. War vielleicht kein so gutes Beispiel. Nächste Frage, bitte. Ja, Sie da hinten..."

"CMS1136. Ich würde gerne ..."

"Ah. 1136, der einzige User an der ganzen Uni, der in alt.sex.buggery.by.sailors.in.mums.clothing aboniert."

"Nur für rein wissenschaftliche Zwecke!"

"Natürlich! Für einen Wissenschaftler haben Sie eine beträchtliche Posting-Statistik dort, finden Sie nicht?"

"NNNNNGGGGGGAAAAAAAAGGGGGGGHHHHHH!!!!"

"Der nächste bitte..."
Zwei Minuten später sind wir allein im Hörsaal. Das ist eben das Problem mit den heutigen jungen Leuten: Die wollen nichts mehr lernen...


Ich gehe zurück zu meinem Kontrollraum und Sam ist schon wieder auf der Konsole eingeschlafen. Ich glaube jetzt, er ist DOCH hinter meinem Job her. So ein Einsatz...
Ich nehme mir vor, bei Gelegenheit ein paar notwendige Änderungen in der Gehaltsdatenbank vorzunehmen. Man kann nie vorsichtig genug sein...
Kranken- und Unfallversicherung braucht Sam eigentlich nicht. Ich lege den Hörer auf die Gabel - da erste Mal heute nachmittag - und sofort fängt das Ding an zu rattern. ES REICHT! Um mein Mittagsschläfchen zu retten, leite ich den Anschluß auf 110 um. Das wird ihnen eine Lehre sein!
Ups, fast vergessen, den Ausredenkalender umzublättern.
"Statische Aufladung wegen Nylon-Unterwäsche"
Naaah, viel zu plausibel - obwohl, ich könnte die Unterwäsche von Fall zu Fall persönlich überprüfen... nee, lieber nicht, weiß was dabei ans Tageslicht kommt. Ich blättere eins weiter.
"Statische Aufladung durch Plastik-Rechenschieber"
Na, das ist doch mal was! Eine echte Herausforderung!
Ich hebe die Telefonumleitung auf und plaziere dann den Papierkorb unter dem Druckerauswurf - endlich eine technisch fortgeschrittene Lösung! Während ich noch mein Werk bewundere, läutet es. Das könnte der große Wurf werden!

"Hallo?"

"Hallo, ähm, wie kann ich mein File auf Rechtschreibfehler prüfen?"

"Ganz einfach. Tippen Sie 'spell' und den Filenamen."

"Danke."
Ich bin wieder mal höllisch hilfsbereit heute morgen. Vor allem weil ich weiß, daß meine spezielle Version von 'spell' Fehler erzeugt, statt sie zu beseitigen. Aus 'Freund' wird 'Fruend' und umgekehrt. Ein Augenschmaus!


Das Telefon klingelt
" - sie sind's wieder."

"Irgendetwas stimmt nicht mit dem 'spell' Programm."

"Wie kommen Sie denn da drauf?"

"Weil mein File plötzlich voll mit Fehlern ist!"

"Hm, das klingt nicht gerade nach 'spell'. Sind Sie über Ihren PC eingeloggt?"

"Ja, aber ich ..."

"Bitte, überlassen Sie die technische Diagnose mir! Also, ist da irgendwo ein Rechenschieber auf oder in Ihrem Schreibtisch?"

"Ähm ..."
>klapper<
"ja, aber..."

"Aha. Haben wir's schon. Sie haben eine statische Aufladung auf Ihrer Festplatte, verursacht von den wechselnden elektrostatischen Feldern, die der Rechenschieber erzeugt - Sie wissen schon: so, wie er kleine Papierfiezel anzieht, wenn sie ihn an Ihrem Pullover reiben..."

>DUMMY MODE ON<
"Oh. Was kann man da machen?"

"Sie wissen doch, wie Sie solche lästigen Papierfiezel von Ihrem Rechen- schieber weg bekommen? Genau, Sie schlagen damit auf die Tischkante, bis die elektrischen Felder sich im Erdmagnetfeld auflösen. Machen Sie das gleiche mit Ihrem PC. Sagen wir, zwanzig mal - heben Sie ihn etwa dreissig Zentimeter über den Tisch und lassen ihn fallen."

"Ah, gut. Bleiben Sie kurz dran?"

"Sicher."
Das würde ich nicht mal für die Simpsons verpassen!

>polter<
>polter<
>polter< >klirr<

"Äh, hallo? Der Schirm ist plötzlich dunkel geworden..."

"Das ist ganz normal, das macht er immer; soll er sogar. Machen Sie weiter. Und wenn Sie mit dem PC fertig sind, machen Sie sicherheitshalber das Gleiche auch noch mit dem Schirm. Manchmal breitet sich die Aufladung über die Kabel bis in den Schirm aus."

>polter<
>polter<
>polter<>schepper< ..


Ich lege auf. Später gehe ich raus in den öffentlichen CIP-Pool und träufle unauffällig Honig in die Schlitze der Floppy Laufwerke, als plötzlich ein Typ auftaucht, der verdammt wie Lee Harvey Oswald aussieht, und mich über den Haufen schießt. Aber der Knall kommt aus dem Maschinenraum, und während ich an einer blutbesudelten IBM Maschine zusammensacke, höre ich den Ex-System-Manger im Hintergrund kichern...
Noch später, im Krankenwagen, wird mir klar, daß ich von dem Typen nicht mal die Userkennung habe...
Dann wird alles dunkel.

ls der Krankenwagen das Ende des Tunnels erreichte, verschwand die Dunkelheit wieder. Vielleicht war ich doch nicht so schwer verletzt. Vielleicht aber doch! Egal, jemand würde dafür bezahl..
In diesem Moment starb ich.
Für einen echten Bastard Operator from HELL sah die Sache natürlich etwas anders aus: Mehr wie ein unerwarteter Urlaub.
Fünf Sekunden später bekomme ich 15 kV durch die Brustwarzen gejagt. Unverdünnt und ohne Eis! (Echte Sanitäter wissen eben, wie man eine todlangweilige Party belebt!) DER BASTARD OPERATOR FROM HELL LEBT!


Drei Wochen später bin ich wieder auf den Beinen, hochgepäppelt von süßen Krankenschwestern, die um ihre Pensionsansprüche fürchten. Voller Energie sitze ich hinter meiner Konsole. Alles in allem, gar nicht so schlecht, die Zeit im Hospital; ich könnte Bäume ausreißen! Ich gehe rasch durch die angehäufte Usermail der letzten Wochen (nur damit ich nichts verpasse!), dann lasse ich die Studenten wissen, daß ich wieder auf dem Posten bin. Ein nicht angekündigter Wartungszyklus, mitten in der Hauptübungszeit; ich flippe den Restart-Schalter. Ein wohliges Gefühl breitet sich in mir aus. Sie werden mich dafür lieben! Ich blättere den Ausredenkalender um.
"TREIBHAUSEFFEKT"
JA!!! Willkommen zu Hause!
Es ist Monatsende. In Kürze werden diese ganzen unnötigen automatischen mailing lists das Netz überschwemmen. Ich korrigiere die Systemuhr um 7 Tage nach hinten, um mir die Performance nicht zu versauen und wechsele das neue Druckerband gegen mein Spezialband - drei Jahre alt, mit vielen hübschen Löchern. Ich grabe mich durch den Stapel snail mail, der sich angehäuft hat, und stürze mich als erstes auf das BOFH Journal "kill -9".
Ein hübscher Artikel ist dabei, wie man Windows 95 grausam langsam und höllisch langweilig machen kann. Irgendwie schaut der Artikel aus, wie die normale Installationsanleitung für Windows 95 ... naja, wer weiß. Ich blättere mich durch bis zur BOFH Expertenrubrik und schaue, ob irgend- welche Artikel von mir hineingekommen sind. Alle!!! Sogar der über den C++ Compiler, der per Zufall Klassen umbenennt und dies sogar im Sourcecode ändert!


Das Telephon klingelt. (Irgendwie habe ich fast darauf gewartet!)
"Mein Bildschirm ist dunkel!!!"

"Netzkabel!"
sage ich.

"Nein, das hab' ich schon überprüft. Wenn ich einschalte, passiert einfach nichts!"

"Netzkabel!"
sage ich.

"Nein! Das Netzkabel steckt richtig drin. Auch die Leuchtdioden am Keyboard leuchten nicht!"

"Das Netzkabel!"
sage ich.

"Oh, Moment mal. Das Kabel ist nicht richtig eingesteckt!"

"Das Netzkabel?"
frage ich.

"Ja ... Sch....."

"Macht ja nix, "
sage ich
"Funktioniert jetzt alles wieder?"

"Ja, ich glaub' schon. Tut mir leid. Sie haben natürlich recht gehabt."

"Tja, wir bekommen das häufig in letzter Zeit. Der Grund liegt wahrscheinlich am zunehmenden Treibhauseffekt. Die globale Erwärmung verursacht stark statistisch variierende thermale Kontraktionen, welche wiederum temperaturinduzierte Bewegungen hervorruft, deren Reibungskoeffizienten zu Adhäsion am Plastikteilen führen kann..."
Ich lausche aufmerksam. Nichts....
"Sie können sich zukünftig davor schützen, wissen Sie..."

"Wirklich? Wie denn?"

"Es reicht im Prinzip schon, eine schwach basische Minerallösung auf die Metallkontakte aufzubringen."

"Oh!"

"Ganz einfach. Alles was Sie machen müssen, ist den Stecker vom Gerät abziehen und eine schwach basische Salzlösung in die Schlitze zu träufeln. Haben Sie eine schwach basische Lösung zur Hand? So etwa pH 7?"

"Äh... nein?"

"Macht auch nichts. Stecken sie den Stecker einfach in den Mund und lassen Sie Speichel hineinlaufen. Speichel ist schwach basisch, und er hat Mineralsalze. ABER wischen Sie den Stecker vorher sorgfältig sauber, wegen Keimen und so. Und, SCHALTEN SIE UM GOTTES WILLEN VORHER DEN MONITOR AB - wir wollen doch nichts riskieren!"

"Oh. Gut!"
>FZZZZT< >POLTER<
Als der Hörer auf den Boden knallt, lege ich auf. Speicherplatz ist viel zu gut für die!


Ich komme zur Arbeit, aber ich bin nicht ausgeschlafen. Also klemme ich ein Stück Kupferschiene über die drei Phasen der Hauptversorgung und werfe den Hebel herum. Als die Hauptsicherungen herauspfeifen, wird es dunkel und endlich mal wird es still im Rechnerraum.
Es gefällt mir.
Ich schnippe den Hörer von der Gabel und schließe die Vorhänge vor dem Beobachtungsfenster. Jetzt ist es WIRKLICH dunkel hier drin. Würde mich nicht wundern, wenn jemand einen Unfall hätte...
Ich taste mich in der Dunkelheit zum Eingang und entferne ein paar der Bodenplatten, die die tiefen Kabelschächte unter dem Rechnerraum abdecken. Dann rufe ich unsere Service-Firma an und sage, daß der Mini wieder mal die Hauptsicherung geschossen hat. Dann ersetzte ich die geschossenen Sicherungen durch ein paar Nägel und schließe die Versorgungsleitungen gegen Masse kurz. Auf so was kann man nicht hoffen, man muß es MACHEN! 15 Minuten später erscheint der Techniker und fliegt in den Kabelschacht. Ich schiebe die Bodenplatten zurück an ihren Platz, als der System-Manager - ein neuer, schrecklich gründlicher Typ - hereinkommt und mir sagt, ich solle mich vorsehen. In dieser Dunkelheit könne jemand leicht einen Unfall haben...
Ich nicke und sage ihm, daß wir uns diese Ausfallzeiten eigentlich nicht leisten können und ob ich nicht einfach die Hauptsicherungen wieder einschalten soll, in der Hoffnung, daß nicht Ernsthaftes passiert sei. Nach einiger Meditation über die Negativ-Schlagzeilen, die wir mit jeder verstreichenden Minute anhäufen, macht er die letzte Entscheidung seiner steilen, aber kurzen Karriere: Er sagt, ich soll's versuchen.
Später, nachdem sich der Rauch etwas gelichtet hat, untersuche ich die brutzelnden Reste unseres Minis. Kein sehr schöner Anblick...
"Komisch, daß die Hauptsicherungen geklemmt haben, nicht?"
sage ich zum System-Manager, während er seine persönlichen Sachen einsammelt.
"Eine Chance von 1 zu einer Million. Zu dumm, daß Sie jemand beobachtet und die ganze Geschichte nach comp.misc geposted hat. Nach all der schlechten Presse können Sie froh sein, wenn Sie einen Job finden, in dem Sie einen Taschenrechner managen dürfen..."
Ich geh' zurück in den Kontrollraum und schalte die restlichen Sicherungen wieder ein. Der Rechnerraum belebt sich wieder. An der Konsole steht:
'D.Usbotmbuhpo!G/Tdif-1-m!2::6' - ein letzter Gruss des verschollenen Technikers aus der Hölle!
Ich logge ein und beginne, User-Email zu löschen. Dabei entdecke ich eine interessanten sexuellen Antrag unseres Consultants an ein männliches Mitglied der Schwimm-Mannschaft. Das gibt ein hervorragendes motd ('motiv of the day'); deshalb kopiere ich es dorthin. Dann ändere ich den root Account nach 'Winker' und das Passwort nach 'ljkadlkajflkj'. Dem großen Häuptling sage ich am Telefon, daß ich einen Einbruch vermute. Bis wir das genauer untersucht haben (ein paar Stunden wird's schon brauchen), bleiben die anderen Accounts gesperrt. Die Leute werden in der Zwischenzeit die motd lesen...
Zumindest einer hat's schon gelesen, denke ich, als wir einen Schuß aus dem Büro des Consultants hören.
Inzwischen editiere ich die Online-Hilfe und ändere die Nummer der Hotline - der System Manager wird sich über all die extra Anrufe freuen; besonders in so einer traurigen Zeit....
Ein zweiter Schuß, und mir wird klar, daß er heute wohl keine Anrufe mehr annehmen wird.
Ich blättere den Ausredenkalender um und lege den Hörer auf die Gabel. "PROBLEME BEI DER STROMVERSORGUNG". Zu realistisch. "STATISCHE AUF- LADUNGEN". Immer noch ein wenig zu realistisch für meinen Geschmack, aber ich lasse es gelten. Immerhin soll der Kalender noch bis zum Jahresende reichen.


Das Telefon klingelt, gerade als ich ich 'Top Gun' in der Maschine habe. Ich pausiere das Video und klemm' mir den Hörer unter's Kinn.
"Ich fürchte, ich habe eine schlechte Floppy Disk gekauft."

"Tatsächlich?"
Bin ich jetzt bei der Stiftung Warentest, oder was?

"Naja, ich hab' da diese Disk und sie läßt sich nich' formatieren. Aber alle anderen in der Schachtel gingen. Also muß ich wohl eine schlechte erwischt haben..."

"Darf ich fragen, warum Sie deshalb bei MIR anrufen?"

"Naja, auf der Schachtel steht was von Garantie; wo kann ich einen Ersatz bekommen?"

Ah! Alles klar!
"Schaun' wir mal. Sind Sie ganz sicher, daß es an der Disk liegt und nicht irgendwie mit statischer Aufladung zu tun hat?"

"Häh?"

"Statische Aufladung, Sie wissen schon, statische Elektrizität, die Sie mit ihren Fingern auf das Gerät übertragen."

"Aber ich trage ein geerdetes Armband!"

Spätestens jetzt weiß ich, wo ich bin: im tiefen Tal der Super- Deppen. Geerdete Armbänder gehören in unseren Kreisen nicht gerade zum Mode- Accessoire...
"Natürlich, aber die Standard-Armbänder, wie Sie eins tragen, haben einen 1 Megaohm Widerstand in Reihe geschaltet; eine ziemlich schlechte Erdung also. Was Sie bauchen, ist eine direkte Erdverbindung. Am besten fassen Sie mit einer Hand an ein Gehäuse, das richtig geerdet ist."

"Äh, zum Beispiel unseren Stahl-Labortisch?"

"Hervorragend. Jetzt, haben Sie etwas, um die Aufladung abzuleiten? Zum Beispiel eine Büroklammer?"

"Moment...ja."

"Gut. Dann stecken Sie jetzt mit der ANDEREN Hand die Büroklammer durch die Ventilationsschlitze auf der Rückseite. Berühren Sie einfach kurz das Ende des dicken roten Kabels. Dabei aber NICHT den Tisch loslassen. Sie müssen immer gut geerdetbleiben..."

>raschel< >hantier<
"Meinen Sie das Kabel, das zum Netzteil führt?"

"Genau, halten Sie da drauf."

"...Aber ist das nicht..."
>kzzzzzt< >polter<
Und wieder ein Anruf erfolgreich beendet. Ich nehme den Brieföffner und schneide eine weitere Kerbe in das dicke gelbe Ethernetkabel, das dekora- tiv hinter dem HELPDESK FROM HELL vorbeiführt.


Mein neues Login Skript nimmt allmählich Formen an. Tatsache, es ist fast schon idiotensicher. Zum Beispiel erscheint beim Login folgender Prompt auf dem Bildschirm: "Yes means No and No means Yes. Delete all files? [Y]" Ich mach' mir nämlich wirklich Sorgen über die vielen Einbrüche ins System in letzter Zeit...
Dem Systemmanager macht das nichts aus - seltsamerweise. Er jammert immer nur über die hohe Zahl von computerverursachten Todesfällen auf dem Campus. Die Welt wird immer verrückter!
Ich blättere den Ausredenkalender um. "DOPPLER EFFEKT" Klingt so idiotisch, daß es schon wieder realistisch wird - wenn man etwas nach- hilft, natürlich.
Das Telephon, der Fluch meines Lebens, läutet.
"Hallo, Kontrollraum"
sage ich hilfsbereit.

"Ist dort die Technik?"
fragt sie.
Erstaunlich, wieviel stocktaube User wir haben, und warum sie dann noch Telefonieren, statt mir eine email zu schicken. Zum Teufel, es ödet mich schon wieder an...

"Jawohl"
lüge ich (Nixon hätte noch von mir lernen können).

"Ich hab' ein Problem mit meinen Floppy Laufwerk. Es scheint manchmal nicht zu lesen."


"Hmm. Wie alt ist das Laufwerk?"

"Etwa ein Jahr..."

"Und es geht manchmal nicht, aber manchmal funktioniert's. Und die Ausfälle werden immer häufiger?"

"JA, GENAU!"

"Aha, ein klarer Fall von magnetischem Dopplereffekt..."

"Ich dachte, das gibt es nur mit Licht- und Schallwellen?"

>BULLSHIT MODE ON<
"Schon. Aber man hat kürzlich entdeckt, daß sich die magnetische Bindung von Partikeln auf schnell rotierenden Oberflächen ändern kann, vor allem wenn der Kopf relativ dazu feststeht und ganz leicht magnetisiert."

"Ah. Oh."

"Also müssen Sie dringend den Kopf entmagnetisieren. Haben Sie eine Floppy- Disk-Entmagnetisier-Schleife?"

"Äh ... nein?"

"Na schön. Dann müssen wir es auf die direkte Methode probieren. Haben Sie die Orginal-Disketten Ihrer Software greifbar?"

"Ja."

"Ok. Stecken Sie sie in Ihr Laufwerk und formatieren Sie sie."

"WAS?!"

"Keine Sorge, es passiert nichts - das Laufwerk funktioniert ja nicht, ok? Was passiert, ist folgendes: die unverdorbenen magnetischen Felder auf den Orginal-Disketten überlagern die magnetischen Störungen im Schreib-Lese- kopf, einfach weil diese Disketten mit einem Laufwerk geschrieben wurden, das keinen Dopplereffekt hat."

"Ah, verstehe."

"Also. Und wenn ein Schreib-Fehler gemeldet wird und das Programm fragt, ob es weitermachen soll, tippen Sie ein 'yes'. Machen Sie das mit allen Orginal-Disketten, die Sie finden können - je mehr, desto besser. Dann lassen Sie eine normale Reinigungsdiskette durchlaufen. Die entfernt dann die freien magnetischen Partikel, die noch auf dem Kopf kleben."

"Oh. Ok, vielen Dank."

"Keine Ursache - ICH MACH' NUR MEINEN JOB."


Ich lege auf, und sofort läutet es wieder. Es ist der Boss.
"Simon, könnten Sie mal in mein Büro kommen?"

>ALARM ROT<
So schnell ich kann, drücke ich den Panik-Knopf am LAN-Analyser, genauer gesagt, den 'Generiere-90%-Zufallspakete-Knopf'.
"Aber sicher. Soll ich gleich kommen oder..."

Das andere Telephon läutet. Ich klemme es mir unters Kinn.
"Hallo, Computer Kontrollraum. Simon am Apparat. Wie kann ich Ihnen helfen?"

"DAS NETZ IST WEG. ALLE UNSERE PCs HÄNGEN!"
kreischt die Stimme aus dem einen Telefon ins Mikrophon des anderen.

"Aha", sage ich ruhig und souverän. "Ja, ich kann's auf unserem Monitor sehen. Schaut aus wie ein schlechtes Thinwire-Segment -warten Sie, ich versuche, es 'rauszunehmen."

Ich drücke den 'Beförderungsknopf' (AKA 'Stop Traffic Generation') am LAN- Analyser, und fast sofort schreit der User:
"Phantastisch. Es geht alles wieder. Danke."

"Keine Ursache. Schönen Tag auch."

Der Boss hat alles mitgehört. Also, schätze ich, wird der Besuch bei ihm nicht allzu schlimm ausfallen. Ich sage ihm, daß ich sofort 'runter komme, sobald ich das Netz wieder stabil habe, und lege auf. Auf dem Weg nach unten erfinde ich ein neues Blendwort - das macht das Management immer glücklich. 'Vollständige Übertragungstrennung'. Klingt viel besser, als 'Stecker-Ziehen'. Wie 'Master-Reset' besser klingt als 'Ausschalten'.
Ich komme in sein Büro und der Personal-Chef ist auch da. Ah-oh.

"Simon, hätten Sie Lust unser System-Manager zu werden?"

"?!!! Äh...ich weiß nicht. Eigentlich mach' ich lieber..."

"Zehn Tausender extra im Jahr, Porsche als Firmenwagen..."

"Roter Carrera Cabrio?"

"Ok."

"Gebongt!"

.
...und so endet die Story, wie sie schon früher hätte enden sollen.

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30 Tage bis zum Nervenzusammenbruch

8. Dezember 18:00
Es hat angefangen zu schneien. Der erste Schnee in diesem Jahr. Meine Frau und ich haben unsere Cocktails genommen und stundenlang am Fenster gesessen und zugesehen wie riesige, weiße Flocken vom Himmel herunter schweben. Es sah aus wie im Märchen. So romantisch - wir fühlten uns wie frisch verheiratet. Ich liebe Schnee.

 

9. Dezember
Als wir wach wurden, hatte eine riesige, wunderschöne Decke aus weißem Schnee jeden Zentimeter der Landschaft zugedeckt. Was für ein phantastischer Anblick! Kann es einen schöneren Platz auf der Welt geben ? Hierher zu ziehen war die beste Idee, die ich je in meinem Leben hatte.
Habe zum ersten Mal seit Jahren wieder Schnee geschaufelt und fühlte mich wieder wie ein kleiner Junge. Habe die Einfahrt und den Bürgersteig freigeschaufelt. Heute Nachmittag kam der Schneepflug vorbei und hat den Bürgersteig und die Einfahrt wieder zugeschoben, also holte ich die Schaufel wieder raus. Was für ein tolles Leben !

 

12. Dezember
Die Sonne hat unseren ganzen schönen Schnee geschmolzen. Was für eine Enttäuschung. Mein Nachbar sagt, dass ich mir keine Sorgen machen soll, wir werden definitiv eine weiße Weihnacht haben. Kein Schnee zu Weihnachten wäre schrecklich ! Bob sagt, dass wir bis zum Jahresende so viel Schnee haben werden, dass ich nie wieder Schnee sehen will. Ich glaube nicht, dass das möglich ist. Bob ist sehr nett - ich bin froh, dass er unser Nachbar ist.

 

14. Dezember
Schnee, wundervoller Schnee ! 30 cm letzte Nacht. Die Temperatur ist auf -20 Grad gesunken. Die Kälte lässt alles glitzern. Der Wind nahm mir den Atem, aber ich habe mich beim Schaufeln aufgewärmt. Das ist das Leben! Der Schneepflug kam heute nachmittag zurück und hat wieder alles zugeschoben. Mir war nicht klar, dass ich soviel würde schaufeln müssen, aber so komme ich wieder in Form. Wünschte ich würde nicht so Pusten und Schnaufen.
15. Dezember
60 cm Vorhersage. Habe meinen Kombi verscheuert und einen Jeep gekauft. Und Winterreifen für das Auto meiner Frau und zwei Extra-Schaufeln. Habe den Kühlschrank aufgefüllt. Meine Frau will einen Holzofen, falls der Strom ausfällt. Das ist lächerlich - schließlich sind wir nicht in Alaska.

 

16. Dezember
Eissturm heute Morgen. Bin in der Einfahrt auf den Arsch gefallen, als ich Salz streuen wollte. Tut höllisch weh. Meine Frau hat eine Stunde gelacht. Das finde ich ziemlich grausam.

 

17. Dezember
Immer noch weit unter Null. Die Strassen sind zu vereist, um irgendwohin zu kommen. Der Strom war 5 Stunden weg. Musste mich in Decken wickeln, um nicht zu erfrieren. Kein Fernseher. Nichts zu tun als meine Frau anzustarren und zu versuchen, sie zu irritieren. Glaube, wir hätten einen Holzofen kaufen sollen, würde das aber nie zugeben. Ich hasse es, wenn sie recht hat ! Ich hasse es, in meinen eigenen Wohnzimmer zu erfrieren !

 

20. Dezember
Der Strom ist wieder da, aber noch mal 40 cm von dem verdammten Zeug letzte Nacht ! Noch mehr schaufeln. Hat den ganzen Tag gedauert. Der beschissene Schneepflug kam zweimal vorbei. Habe versucht eines der Nachbarskinder zum Schaufeln zu überreden. Aber die sagen, sie hätten keine Zeit, weil sie Hockey spielen müssen. Ich glaube, dass die lügen. Wollte eine Schneefräse im Baumarkt kaufen. Die hatten keine mehr. Kriegen erst im März
wieder welche rein. Ich glaube, dass die lügen. Bob sagt, dass ich schaufeln muss oder die Stadt macht es und schickt mir die Rechnung. Ich glaube, dass er lügt.

 

22. Dezember
Bob hatte recht mit weißer Weihnacht, weil heute Nacht noch mal 30cm von dem weißen Zeug gefallen ist und es ist so kalt, dass es bis August nicht schmelzen wird. Es hat 45 Minuten gedauert, bis ich fertig angezogen war zum Schaufeln und dann musste ich pinkeln. Als ich mich schließlich ausgezogen, gepinkelt und wieder angezogen hatte, war ich zu müde zum Schaufeln. Habe versucht für den Rest des Winters Bob anzuheuern, der eine Schneefräse an seinem Lastwagen hat, aber er sagt, dass er zu viel zu tun hat. Ich glaube, dass der Wichser lügt.

 

23. Dezember
Nur 10 cm Schnee heute. Und es hat sich auf 0 Grad erwärmt. Meine Frau wollte, dass ich heute das Haus dekoriere. Ist die bekloppt ? Ich habe keine Zeit - ich muss SCHAUFELN !!! Warum hat sie es mir nicht schon vor einem Monat gesagt? Sie sagt, Sie hat, aber ich glaube, dass sie lügt.

 

24. Dezember
20 Zentimeter. Der Schnee ist vom Schneepflug so fest zusammengeschoben, dass ich die Schaufel abgebrochen habe. Dachte ich kriege einen Herzanfall. Falls ich jemals den Arsch kriege, der den Schneepflug fährt, ziehe ich ihn an seinen Eiern durch den Schnee. Ich weiss genau, dass er sich hinter der Ecke versteckt und wartet bis ich mit dem Schaufeln fertig bin. Und dann kommt er mit 150 km/h die Strasse runtergerast und wirft tonnenweise Schnee auf die Stelle, wo ich gerade war. Heute Nacht wollte meine Frau mit mir Weihnachtslieder singen und Geschenke auspacken, aber ich hatte keine Zeit.
Musste nach dem Schneepflug Ausschau halten.

 

25. Dezember
Frohe Weihnachten. 60 Zentimeter mehr von der !*?#@$. Eingeschneit. Der Gedanke an Schneeschaufeln lässt mein Blut kochen. Gott, ich hasse Schnee ! Dann kam der Schneepflugfahrer vorbei und hat nach einer Spende gefragt. Ich hab ihm meine Schaufel über den Kopf gezogen. Meine Frau sagt, dass ich schlechte Manieren habe. Ich glaube, dass sie eine Idiotin ist. Wenn ich mir noch einmal Wolfgang Petry anhören muss, werde ich sie umbringen.

 

26. Dezember
Immer noch eingeschneit. Warum um alles in der Welt sind wir hierher gezogen ? Es war alles IHRE Idee. Sie geht mir echt auf die Nerven.

 

27. Dezember
Die Temperatur ist auf -30 Grad gefallen und die Wasserrohre sind eingefroren.

 

28. Dezember
Es hat sich auf -5 Grad erwärmt. Immer noch eingeschneit. DIE ALTE MACHT MICH VERRÜCKT !!!

 

29. Dezember
Noch mal 30 Zentimeter. Bob sagt, dass ich das Dach freischaufeln muss, oder es wird einstürzen. Das ist das Dämlichste was ich je gehört habe. Für wie blöd hält der mich eigentlich ?

 

30. Dezember
Das Dach ist eingestürzt. Der Schneepflugfahrer verklagt mich auf 50.000 DM Schmerzensgeld. Meine Frau ist zu ihrer Mutter gefahren. 25 Zentimeter vorhergesagt.

 

31. Dezember
Habe den Rest vom Haus angesteckt. Nie mehr Schaufeln.
8. Januar
Mir geht es gut. Ich mag die kleinen Pillen, die sie mir dauernd geben.

Warum bin ich an das Bett gefesselt ?

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Aus dem Tagebuch eines Mannes...

Montag

Ich bin um 06:00 Uhr aufgestanden. Das war schon ein bisschen
schwer, so
früh aufzustehen, aber als ich bei dem Trainingscenter angekommen
war,
wurde es sehr viel leichter: Linda ist phantastisch!

Sie ist blond, hat wunderschöne blaue Augen und ein gewinnendes
Lächeln.
Wir begannen mit einem Rundgang auf der Anlage. Linda zeigte mir die
Geräte und das erste, was ich machen durfte, war, auf dem Laufband
zu laufen.
Nach 5 Minuten nahm sie meinen Puls und machte einen unruhigen
Eindruck, weil
dieser ihr zu hoch war. Was sie nicht begriffen hatte war, dass ich
ja
nur ihretwegen einen solchen Puls hatte. Immerhin stand sie ja ganz
in
meiner Nähe mit ihrem figurbetonenden Lycra-Outfit. Sonst bin
ich ja in Topform! Danach machten wir sit-ups und Linda feuerte mich
immer wieder zu Höchstleistungen an, obwohl mir mein Bauch vom
Einziehen schon
seit unserem Treffen an der Rezeption weh tat. Nach unserer
Trainingseinheit
schaute ich ihr noch bei ihrem Aerobic-Kurs zu und genoss die
Geschmeidigkeit
in ihren Bewegungen. Ich finde, sie macht diesen Job genauso gut wie
den mit
mir. Dies wird eine PHANTASTISCHE Woche werden!


Dienstag

Ich brauchte heute Morgen zwei Kannen Kaffee, um aus dem Bett zu
kommen,
aber dann war ich endlich aus der Tür und auf dem Weg zu dem
Trainingscenter.
Linda zwang mich auf den Rücken zu legen und eine schwere
Eisenstange in
die Luft zu drücken, dann legte sie auch noch Gewichte darauf! Auf
dem
Laufband fühlten sich meine Beine wie Spaghetti an, aber ich
schaffte einen
ganzen Kilometer. Das Lächeln, welches ich dann von Linda geschenkt
bekam,
wog aber alle Mühen wieder auf! Ich fühle mich toll!
Dies ist der zweite Tag in meinem neuen Leben!


Mittwoch

Ich habe heute morgen versucht die Zähne zu putzen, aber das geht
nur,
wenn ich mit dem Kopf auf der Zahnbürste liege und den Mund hin und
her
bewege. Ich glaube, ich habe mir einen Muskelriss in den
Brustmuskeln
zugezogen. Ich konnte auch Autofahren, wenn ich nicht gerade gelenkt
oder
gebremst habe.
Heute habe ich auf dem Behindertenparkplatz der Anlage geparkt. Linda
war heute etwas unsensibel und behauptete dass meine Schreie die
anderen
Trainierenden stören würden. Ich habe entdeckt, dass ihre Stimme
etwas
zu forsch ist für solch frühe Trainingseinheiten, und wenn sie
schreit,
bekommt ihre Stimme so einen nervigen nasalen Ton. Ich bekam
Schmerzen
in der Brust als ich wieder auf das Laufband sollte und musste daher
auf den
Stepper gehen.
Wer zum Teufel erfindet ein Gerät, welches eine Bewegung simuliert,
die
seit der Erfindung des Aufzugs überflüssig geworden ist? Linda sagte
irgendwas davon, dass es mir helfen würde, in Form zu kommen und
meine
Lebensqualität steigern solle. Sie labert auch sonst viel Mist.


Donnerstag

Linda wartete mit ihren Vampirzähnen und mit einer Miene, die ein
Lächeln darstellen sollte, aber ihre schmalen Lippen sagten alles.
Dabei konnte ich nichts dafür, dass ich eine halbe Stunde verpätet
war,
immerhin habe ich 20 Minuten dafür gebraucht, mir die Schuhe
zuzuknoten!
Linda zwang mich, mit Hanteln zu trainieren. Als sie mal wegschaute,
nutzte ich die Chance und versteckte mich in der Herren-Umkleide.
Sie schickte
Markus, um mich wieder heraus zu holen. Zur Strafe setzte sie mich
auf die
Rudermaschine - ich habe sie versenkt.


Freitag

Ich hasse dieses Weibsstück! Linda ist das widerwärtigste Wesen,
welches
jemals -JEMALS- das Licht dieser Welt erblickt hat!
Sie ist eine durchgeknallte, unerotische kleine Aerobic-Schlampe.
Wenn
ich auch nur irgend einen Teil meines Körpers ohne diese furchtbaren
Schmerzen bewegen könnte, ich würde sie damit schlagen! Linda
wollte, dass ich
mit meinem Trizeps arbeite. ICH HABE KEINEN TRIZEPS! Und wenn sie
keine
Dellen in ihrem Fußboden haben will, dann darf sie mir auch keine
Hanteln
geben oder andere Gegenstände, die schwerer als ein Sandwich sind.
(Ich bin
überzeugt, dass sie das auf der Sadistenhochschule gelernt haben -
sie hat
bestimmt mit Auszeichnung den Kurs 'Zufügen von Schmerzen'
abgeschlossen).
Das Laufband hat mich abgeworfen und ich bin auf einem
Ernährungsberater
gelandet. Ich wünschte mir, es wäre jemand weicheres gewesen.


Samstag

Linda hinterließ heute Morgen eine Nachricht auf meinem
Anrufbeantworter, mit dieser ekeligen, forschen und nasalen Stimme.
Sie
wunderte sich, warum ich nicht gekommen bin. Als ich ihre Stimme
hörte, hätte
ich ja am liebsten den AB mit dem erst besten Gegenstand
zerschlagen, aber
ich habe nicht einmal die Kraft, die Tasten auf der Fernbedienung zu
drücken.
Ich habe ein finnisches TV-Programm angesehen, elf Stunden lang.


Sonntag

Ich bin mit dem Fahrdienst zur Kirche gefahren und habe Gott dafür
gedankt, dass diese Woche vorbei ist.
Ich habe auch dafür gebetet, dass meine Frau mir nächstes Jahr ein
lustigeres Geschenk macht.
Eine Wurzelbehandlung zum Beispiel, oder eine Darmspiegelung.

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Haushaltstipps!

Fettflecken halten sich viel länger, wenn man sie von Zeit zu Zeit mit etwas Butter einreibt.

Getönte Scheiben für Ihr Auto bekommen Sie, wenn Sie sie mit gebrauchtem Toilettenpapier einreiben.

Kennen Sie das auch: Piekende, juckende Kekskrümel im Bett? Abhilfe schafft Bettnässen!
Die Krümel quellen und die Schärfe wird genommen. Wem das zu unhygienisch ist, der kann auch "Ersatzflüssigkeit" nehmen.

Weizenbier lässt sich leichter einschenken, wenn Sie statt Reis ein kleines Seifestück ins Glas tun.

Brot trocknet nicht so rasch aus, wenn man es stets in einem Eimer Wasser lagert... und Knäckebrot krümelt nicht mehr, wenn man es kurz vor dem Verzehr in eine Schale lauwarmes Wasser legt!

Zwiebeln statt Kiwis kaufen!
Sie sind länger haltbar und außerdem länger haltbar.

Ihr falsch geparktes Auto wird nicht mehr abgeschleppt, wenn Sie es einfach an die Stossstange des nächststehenden Kraftfahrzeuges ketten.

Videorecorder zu teuer?
Einfach einen Toaster längsseits unter den Fernseher legen -Ihre Freunde werden keinen Unterschied feststellen.

Autodiebstahl wird unmöglich, wenn man nach dem Parken das Benzin absaugt und in zwei großen Plastikeimern mit sich trägt.

Tote Goldfische sind praktische Lesezeichen für Bücher aus der Leihbibliothek. Der wachsende Fischgeruch dient als einfache Gedächtnisstütze zur rechtzeitigen Bücherrückgabe.

Umwickeln Sie Ihre Glühbirnen doppelt mit Tesafilm.
So gibt es keine Scherbenexplosion, falls die Birne aus irgendeinem Grund aus dem Gewinde fallen sollte.

60°-Waschmittel: Ein paar Häufchen davon unter dem Sofa, und jeder Raum duftet angenehm frisch.

Fenster-Klar: Immer gut für eine belebende Kurzdusche aus der Dose.

Klobürsten wirken in Kloschüsseln, Badewannen und Waschbecken auch noch, wenn die letzte Reinigung Monate zurückliegt.

Geschirrspülmittel wirkt am besten, wenn man die Packung vor Gebrauch öffnet.

Raumspray eignet sich hervorragend zum Aufpusten der Deko-Luftballons bei Parties.

Katzensand im Badezimmer mindert eindeutig die Rutschgefahr.
So werden Unfälle während und nach dem Duschen verhindert!

Wenn man friert, reicht es nicht, sich in eine Badewanne zu legen.
Man sollte auch warmes Wasser einlaufen lassen.

Sind die Fischstäbchen für das Mittagessen zu hart geraten? Einfach auftauen, und schon sind sie weich!

Die alte Hose sieht langweilig aus?
Durch Auflegen eines heißen Bügeleisens lassen sich interessante Effekte erzielen.

Dreckiges Geschirr schimmelt nicht, wenn man es einfriert.

Drücke ich während der Fahrt das mittlere Pedal in meinem Wagen, kann ich jederzeit vor Kreuzungen oder Ortschaften die Geschwindigkeit drosseln.

Nachbarn denken, es hätte bei Ihnen gebrannt, wenn Sie einfach die Matratzen in den Garten werfen und die Fensterscheiben von innen mit schwarzer Schuhcreme bestreichen.

Zwei große Pappscheiben in die oberen Ecken Ihres Fernsehschirms kleben - jetzt sehen die Nachrichtensprecher aus wie Micky Maus.

Für Handybesitzer: Teilen Sie Ihren Garten in kleine Planquadrate ein, indem Sie Pflöcke und Paketschnur benutzen. Sie können so z.B. einem Freund per Telefon ihre exakte Position im Garten beschreiben, die dieser dann in einer Gitternetztabelle nachzeichnen kann.

Sollte im Fernsehen ein Programm kommen, das Ihnen nicht gefällt, drehen sie einfach den Ton ab und schließen Sie die Augen, bis die Sendung vorüber ist.

Volle Abfallsäcke erkennen sie daran, daß sich der Abfallkübel nicht mehr schließen lässt, Millionen von kleinen Mücken sich auf ihr Butterbrot stürzen und der Hauswart stündlich nach Todesfällen im Haus fragt. Abhilfe schaffen sie, indem sie den Müll in den Kühlschrank werfen.

Mit Senf oder Zahnpasta verschmierte Türklinken lassen sich mittels bromsaurem Radiumbikarbonat mühelos reinigen.

Um die gemeinen Nachbarskinder loszuwerden, reicht oftmals eine anonyme Denunziation wegen Drogenhandel!

Hustende Zierfische im Aquarium ?
Werfen sie ein eingeschaltetes Elektrogerät (Staubsauger, Fax, Klimaanlage) ins Aquarium und - ZACK! - herrscht Ruhe!

Bei jedem kleinen Windhauch rollen ekelhafte, staubige Haarklumpen über den Wohnzimmerboden?
Ganz einfach können sie diesem Treiben Einhalt gebieten! Leimen sie die Klumpen in einer Ecke fest, oder geben sie ihnen Namen (Würg, Klumpen-Karl, Staubsau) und lassen ihnen einen Marschbefehl zukommen. Eine auch fürs Auge befriedigende Lösung ist das Festschrauben der fusseligen Ekeldinger an der Decke, wo sie einen originellen Gag abgeben, um den sie ihre fette, dumme Nachbarin beneiden wird.

Sticken Sie Ihren Vornamen in schwarz auf Ihr weißes Hemd. Sie wissen dann immer, wenn es gewaschen werden muss, nämlich dann, wenn man Ihren Namen nicht mehr lesen kann. Dieser Trick funktioniert auch mit anderen Farben!

Sollte beim Waschen der Wäsche diese absolut nicht weiß werden, könnte es sich um Buntwäsche handeln.

Milch bleibt wesentlich länger frisch, wenn man sie in der Kuh belässt.

Hähnchen bleiben besonders lange frisch, wenn man sie Leben lässt.

Küchenschaben eignen sich hervorragend als Haustiere.
Sie brauchen keinen Käfig und keine Pflege, suchen sich ihr Futter selbst und vermehren sich fleißig. Außerdem schrecken sie ungeliebte Verwandte ab.

Hundert-Euro- und andere Geldscheine, die man des öfteren auf der Straße findet, eignen sich hervorragend dazu, die Löcher in Ihrer Geldbörse zu stopfen.

Falls Sie Kettenbriefe in der Post finden, denken Sie daran: Nur die Briefe kommen ins Altpapier, die Ketten kommen in die gelbe Tonne.

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Langeweile im Fahrstuhl? Jetzt nicht mehr!

  1. Wenn außer Dir nur noch eine andere Person im Aufzug ist, tippe ihm/ihr auf die Schulter und tu dann so, als wärst du es nicht gewesen.
  2. Drück auf einen Knopf und lasse es aussehen, als ob er dir einen elektrischen Schlag verpasst. Dann lächle und mach es noch ein paar mal.
  3. Biete anderen Leuten an, für sie die Knöpfe zu drücken aber drücke die falschen.
  4. Ruf mit deinem Handy eine Wahrsagerhotline an und frag sie, ob sie wissen, in welchem Stockwerk du dich gerade befindest.
  5. Halte die Türen offen und erkläre, dass du auf einen Freund wartest.
    Nach einer Weile lässt du die Türen sich schließen und sagst: "Hallo Jörg, wie war dein Tag?"
  6. Lass einen Stift fallen und warte, bis ihn jemand für dich aufheben will, dann brüll ihn an: "Das ist meiner!"
  7. Nimm eine Kamera mit und mach Fotos von allen Leuten im Aufzug.
  8. Stell deinen Schreibtisch in den Aufzug und frage alle Leute die hereinkommen, ob sie einen Termin haben.
  9. Lege einen Twister-Spielplan auf den Boden und frage die anderen, ob sie mitspielen wollen.
  10. Lege eine Schachtel in eine Ecke und wenn jemand den Aufzug betritt, frag ihn, ob er auch so ein seltsames Ticken hört.
  11. Tu so, als wärst du eine Stewardess und übe das Verhalten im Notfall und den sicheren Ausstieg mit den Fahrgästen.
  12. Frage die Leute: "Haben sie das gerade gespürt???"
  13. Stelle dich ganz nah an jemandem heran und schnüffle gelegentlich an ihm herum.
  14. Wenn die Türen schließen, erkläre den anderen: "Es ist alles OK. Keine Panik, die Türen werden sich wieder öffnen."
  15. Schlage nach nicht-existenten Fliegen.
  16. Erkläre den Leuten, dass du ihre Aura sehen kannst.
  17. Rufe: "Gruppenumarmung!" Und fang damit an.
  18. Mach ein schmerzverzerrtes Gesicht während du auf deine Stirn schlägst und murmelst "Seid doch still, seid doch endlich alle still!"
  19. Öffne deinen Geldbeutel, schau hinein und frage: "Kriegt ihr auch genug Luft da drin?"
  20. Stehe still und bewegungslos in einer Ecke, schau die Wand an und bleib dort einfach die ganze Zeit stehen.
  21. Starre einen anderen Fahrgast eine Weile an, dann schrei auf: "Du bist einer von IHNEN!" Weiche langsam zurück, ohne ihn aus den Augen zu lassen.
  22. Trage eine Handpuppe bei dir und benutze sie, um mit den andern zu reden.
  23. Höre die Wände des Aufzuges mit einem Stethoskop ab.
  24. Ahme Explosionsgeräusche nach, wenn irgendjemand auf einen Knopf drückt.
  25. Starre eine Weile lang einen anderen Passagier an, grinse und erkläre nach einer Weile: "Also ICH trage frische Socken".
  26. Male mit Kreide ein kleines Quadrat auf den Boden und erkläre den anderen Fahrgästen, dass dies deine Zone ist.

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Hänsel und Gretel auf türkisch

Murat und Aische gehen dursch Wald, auf Suche nach korrekte Feuerholz.
Aische fragt Murat: "Hast Du Kettensage, Murat?"
Murat: "Normal! Hab isch in meine Tasche, oder was!?"
Auf der Suche nach korrekte Baum, verirrten sie sisch krass in de Wald.
Murat: "Ey scheissse, oder was!? Hast du konkrete Plan, wo wir sind, oder was!?"
Aische: "Ne scheissse, aber isch riesche Dönerbude!"
Murat: "Ja faaaatt!"
Aische: "Normal, da vorn an den Ecke!"
So fanden schliesslich dursch Aisches korrekte siebte Döner-Such-Sinn den Dönerbude. Sie Probierten von jede Döner.
Plotzlich kamm voll den krasse Frau und fragt: "Was geht, warum beisst ihr in meine Haus?"
Als Strafe sperrte den Hexe Murat in krass stabilen Kafig.
Zu Aische sagte sie: "Du Frau, du kochen fur misch! und verkaufen die Döner an den Theke."
Murat wurde gemastet bis korrekt fett fur Essen.
Doch ein Tag hatte Aische einen fixe Idee. Sie fragte:
"Wie geht den mit den Dönerbrotofen?"
Hexe: "Was geht? Bist du scheissse im Kopf, oderwas?"
Aische: "Normal, isch hab kein Plan, zeigen mal, wie geht!"
Hexe: "Machen das! Komm her und mach den Augen auf!"
Aische: "Korrrreckt!"
Den Hexe buckte sisch, um den Dönerofen anzuschmeissen.
In den Augenblick Aische kickte mit korrekten Kick-Box-Kick in die fette Arrsch.
Den Hexe sagte: "Aaaahhh, scheissse, was geht?
Isch fall direkt in die Scheisendreck Ofen! Oder was!? Aaaahhh isch hab krasse Schmerzen!"
Aische freute sisch und sagte: "Korrekt, den alte is konkret Tod!"
Murat: "Ey Aische, krasse Idee!"
Aische: "Normal! Oder was!?"
Murat: "Lass misch aus die scheisss Kafig. Alder!"
Aische: "Normal! Oder was!"

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Wie man herausfindet, ob man bereit für Kinder ist

DRECK-TEST:
Beschmiere das Sofa und die Vorhänge mit Nutella. Lege ein Fischstäbchen hinter das Sofa und laß es den ganzen Sommer dort.

SPIELZEUG-TEST:
Besorge Die eine 150 l Kiste mit Lego-Steinen. (Ersatzweise tun es auch Heftzwecken oder Schrauben).Laß einen Freund oder eine Freundin die Legos in der ganzen Wohnung verteilen. Verbinde nun Deine Augen und versuche in die Küche oder das Bad zu gelangen ohne dabei einen einzigen Laut von Dir zu geben: Du könntest das Kind schließlich wecken.

LEBENSMITTELGESCHÄFT-TEST:
Leihe Dir ein oder zwei kleine Tiere. (Ziegen sind in diesem Fall besonders zu empfehlen) und nehme sie zu deinem nächsten Einkauf mit. Behalte sie die ganze Zeit im Auge und bezahle alles was sie essen oder kaputt machen.

ANZIEH-TEST
Besorge Dir einen großen, lebendigen Tintenfisch. Versuche diesen in ein kleines Einkaufsnetz zu stecken und stelle sicher, dass Du auch wirklich alle Arme im Netz verstaust.

FÜTTER-TEST
Besorge Dir eine große Plastik-Tasse. Fülle Sie bis zur Hälfte mit Wasser. Befestige die Tasse mit einem Bendel an der Decke und lasse die Tasse hin und her schwingen. Versuche nun löffelweise matschige Cornflakes in die Tasse zu befördern während Du vorgibst ein Flugzeug zu sein. Jetzt verteile den Inhalt der Tasse auf dem gesamten Fußboden.

NACHT-TEST

  1. Bereite Dich folgendermaßen vor: Fülle einen Kissenbezug mit 3-4 Kilo feuchtem Sand.
  2. Um 6 Uhr Nachmittags beginne mit dem Kissenbezug durch die Wohnung zu laufen, wobei Du ihn permanent hin und her wiegst
  3. Tue dies bis ungefähr 9 Uhr. Lege den Kissenbezug jetzt ins Bett undstelle deinen Wecker auf 2 Uhr nachts.
  4. Um 2 Uhr stehe auf und trage den Kissenbezug wieder für eine Stunde durch die Wohnung, singe diesmal einige Schlaflieder dabei.
  5. Stelle den Wecker auf 5 Uhr und wiederhole Schritt 4, versuch Dich an noch mehr Schlaflieder zu erinnern.
  6. Stelle den Wecker auf 7 Uhr, stehe auf und bereite das Frühstück vor
  7. Wiederhole das ganze Nacht für Nacht , mindestens 3 Jahre lang.
  8. Bleibe tapfer!

GESCHICKLICHKEITSTEST FÜR KINDERGARTEN UND GRUNDSCHULE
Nehme einen Eier-Karton. Nehme eine Schere und Wassermalfarben und verwandel den Eierkarton in ein Krokodil. Nun verwandle eine Toilettenpapierrollein eine attraktive Weihnachtskerze. Jetzt versuche nur aus Tesafilm und Zellophanfolie eine exakte Kopie des Eiffel-Turms herzustellen. Herzlichen Glückwunsch.

AUTO-TEST:
Verkaufe den BMW und kaufe statt dessen ein Renault KANGOO. Jetzt nehme ein Schokoladen-Eis und plaziere es im Handschuhfach. Lass es dort! Nehme ein 10-Pfennig Stück und stecke es in den Kassettenspieler. Zerkrümmle den Inhalt einer Familien-Packung Butterkekse auf dem Rücksitz. Zerkratze mit einer Garten-Harke die Türen des Autos.

KÖRPERLICHE EIGNUNG (für Frauen)
Nehme einen großen Sack voller Bohnen und Plaziere ihn vor Deinem Bauch Laß den Sack für 9 Monate da. Jetzt entferne die Bohnen, aber lass den Sack hängen wo er ist.

FINANZIELLE EIGNUNG (für Männer)
Gehe zur Bank und Richte einen Dauerauftrag ein und laß Dein Gehalt für die nächsten 20 Jahre in gleichen Teilen auf die Konten vom Drogerie-Markt, Spielzeuggeschäft, Lebensmittelgeschäft und mindestens 10 Vereinen überweisen.

ABSCHLUSS-TEST
Finde ein Pärchen, daß schon ein kleines Kind hat. Gebe ihnen gute Ratschläge zu Themen wie: Disziplin, Geduld, Toleranz,Töpfchen-Training und Tisch-Manieren. Mache möglichst viele kluge Verbesserungsvorschläge. Betone, wie wichtig eine konsequente Erziehung ist. Genieße das Experiment, es ist das letzte Mal, daß Du all diese guten Antworten parat hast. Vermutlich ist es auch das letzte Mal das Du dieses Pärchen siehst!!!!.

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Die letzten Worte

der Airbus Crew : "Das Lämpchen da blinkt - ach vergessen wirs"
des Architekten: "Mir fällt da gerade was ein..."
des Astronauten: "Nein, nein, meine Luft reicht noch 'ne Viertelstunde."
des Bergsteigers: "War'n gar nicht mal teuer, diese Karabinerhaken..."
des Bettnässers: "Mach mal die Heizdecke an..."
des Biologen: "Die Schlange ist nicht giftig, die kenne ich"
des Briefträgers: "Braves Hundchen..."
des Bungee-Jumpers: "Nein, das hält."
des Busfahrers: "CCCCCCHHHHHHHHHRRRRRRRRRR"
des Beifahrers: "Rechts ist frei!"
der Challenger Crew : "Laßt die Frau mal ans Steuer"
des Chefs: "Tolles Geschenk! - So ein Feuerzeug in Revolverform!"
des Chemikers: "So, und nun noch etwas von diesem Zeug..."
des Chemikers: "Und nun der Geschmackstest"
des Co-Piloten: "Was meinst Du mit 'Ich hab vergessen zu tanken'?"
des Computers: "Sind Sie sicher? (J/N)"
des Computerusers: "Der Hersteller sagt, daß sich diese 2 Karten vertragen!"
des Do-it-youself-Mechanikers: "Das müsste halten"
des Elektrikers: "Klar hab ich den Strom abgeschaltet"
des Elektronikers: "Was ist denn das für ein Draht ??"
des Fahrlehrers: "Nun versuchen Sie's alleine"
des Fahrradfahrers: "Guck mal, ich kann freihändig fahren."
des Fahrstuhlpassagiers: "Abwärts, bitte."
des Fallschirmspringers: "Scheiß Motten!"
des Fleischermeisters: "Kalle, wirf mir mal das Messer rüber!"
der Geisel: "Du wirst niemals schiessen, Feigling!"
des Gerichtsvollziehers: "Und den Revolver pfände ich auch!"
des Großwildjägers: "Scheiße, Munition alle ..."
des Handgranatenwerfers: "Bis wieviel sagten Sie soll ich zählen?"
des Hardware-Bastlers: "Das Netzkabel lasse ich als Erdung dran..."
des Hundehalters: "Nein, der ist ganz zahm"
von Jesus: "Mehr Nägel - ich rutsche"
des Kapitäns der Titanic: "Etwas Eis für meinen Whiskey, bitte."
des Kapitäns eines Walfängers: "So, den hätten wir am Haken."
des Machos: "Hallo Süße, wie wär's mit uns beiden?"
des Mantafahrers: "Scheiß rote Ampel..."
des Mitarbeiters einer Wach- und Schließgesellschaft: "Ist jemand da?"
des Nitroglyzerinlieferanten: "Fang!"
des Pilotens: "Was'n das für´n Loch in der Tragfläche?"
des Pilzberaters: "Der ist ungiftig, denn würde ich sogar essen."
des Polizisten: "Sechs Schuß, der hat keine Munition mehr!"
der Putzfrau: "Ich putz' nur noch schnell das Balkongeländer.."
des Rennfahrers: "Die Kurve krieg' ich doch locker mit 280..."
des Restaurantbesuchers: "Ich nehme das Pilzragout"
des Schwimmers: "Nein, hier in den Gewässern gibt es keine Haie."
des Software-Entwicklers: "Natürlich habe ich ein intaktes Backup!"
des Sonnenanbeter : "Welches Ozonloch ?"
des Sportlehrers: "Alle Speere zu mir !"
des Steinzeitmenschen: "Ich frag mich, was in der Höhle ist..."
von Tarzan: "Wer hat die Liane eingeölt?"
des Turmspringers: "Wo zur Hölle ist das Wasser?!?"
des Türstehers: "Nur über meine Leiche!"
des U-Boot-Matrosen: "Hier sollte mal gelüftet werden!"
des Wattwanderers: "Oh - meine Uhr ist stehengeblieben!"

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Ein Tag im Freibad
 
Ich packe so gegen 11 Uhr an einem freien Mittwoch mein Handtuch, ein Buch,
eine Flasche ALDI-Mineralwasser und eine Flasche Sonnencreme ein und setze
mich ins Auto.
 
Natürlich müsste ich nicht mit dem Auto fahren. Ich könnte ja auch mit dem
Rad fahren. Aber Rad fahren ist genauso zum Kotzen wie Straßenbahn fahren...
und zu Fuß geht nun wirklich nicht! Also, ich fahre zum Schwimmbad.
 
Je näher ich dem Schwimmbad komme, um so größer wird die Zahl der Radfahrer,
die mit sonnigem Gemüt kreuz und quer nebeneinander und sowieso überall auf
der Strasse herumschlingern, die Sonnenbrille auf der Nase und tonnenweise
Krempel im Körbchen, wie zum Beispiel Luftmatratzen, Kühlboxen,
Sonnenschirme oder ihren Nachwuchs. Man könnte glauben, manche wären aus
ihren Häusern vertrieben auf dem Weg in die Fremde ...  aber nein, sie
wollen tatsächlich nur einen Tag ins Schwimmbad.
 
In tiefem Vertrauen auf den lieben Gott und meine Geduld rauschen sie also
unkoordiniert vor meinem Auto herum... aber ich lasse mich nicht entmutigen
und suche einen Parkplatz. Schatten wäre toll. Am besten nicht zu weit weg.
 
Ich suche ungefähr eine halbe Stunde und stelle mich dann siebeneinhalb
Kilometer vom Eingang entfernt gegen die Fahrtrichtung im absoluten
Halteverbot auf einen sonnendurchfluteten Radweg, den die oben erwähnten
Bekloppten komischerweise eisern ignorieren.
 
Vor der Kasse steht eine riesige Menschenmenge. Darunter auch fünf ältere
Herren in Team Telekom-Outfits, die lauthals verkünden, dass sie nach 20
Kilometern Rad fahren jetzt noch 25 Bahnen schwimmen werden... Interessante
Triathlon-Variante: mit dem Fahrrad ins Schwimmbad, mit dem Krankenwagen
wieder zurück.
 
Drei Teenies zwängen sich durch die Reihe nach vorn. Auf meinen freundlichen
Hinweis, sie sollten sich doch bitte hinten anstellen, antwortet einer mit
einem ebenso freundlichen: "Halt doch die Fresse, Schwuchtel!. Aber ich freu
mich einfach nur weiter auf das kühle Nass und passe nebenbei auf, dass mir
im Gedränge keiner den Geldbeutel klaut.
 
An der Kasse mache ich meinen Anspruch auf Ermäßigung geltend. Die
freundliche Dame bittet mich herein, lässt sich Studentenausweis,
Personalausweis, Führerschein, EC-Karte, Organspender-Karte, Impfpass und
Geburtsurkunde vorlegen und unterzieht mich einem Lügendetektor- Test.
Nachdem das BKA meine Fingerabdrücke überprüft hat gewährt man mir
tatsächlich ermäßigten Einlass in den Badespass-Park!
 
Ich suche mir ein nettes Plätzchen auf der Wiese, lege mein original rotes
Schwuchteltuch auf ein Ameisenloch und eine alte Portion Pommes und freu
mich auf den schönen Tag. Die Vöglein singen, die Kinder schreien und die
Kids nebenan erfreuen das ganze Schwimmbad mit dem lieblichen Geschrei von
Rammstein, welches aus ihrem Ghettoblaster dröhnt.
 
Dann erfreue ich die Bienen und Wespen, indem ich mich von Kopf bis Fuß mit
einer pampigen stinkigen Sonnencreme einschmiere. Sofort summen sie lustig
um mich herum...
 
Ach, das Leben ist schön!
 
Nachdem ich mich eine halbe Stunde in der Sonne geräkelt habe, bekomme ich
langsam Durst und greife zu meinem Wasser. Als ich gerade trinken möchte
donnert mir ein Fußball lustig hinten auf die Birne, was dazu führt, dass
ich mir am Flaschenhals ein noch lustigeres kleines Stück vom Schneidezahn
abschlage...
 
Ich drehe mich um und dasteht... so ein Zufall! Das sympathische kleine
Arschkind vom Eingang!
 
 
Entschuldigend sagt der Kleine zu mir: "Gib mein Ball her, du Missgeburt!"
Da kann ich natürlich nicht nein sagen und werfe ihm den Ball zu....
 
 
Im Schwimmbad ist es echt toll!
 
Doch ein Schluck Wasser konnte mich nicht wirklich erfrischen. Zeit für
einen Sprung ins kühle Nass! Nachdem ich einen netten Mann neben mir darum
gebeten habe, doch ein Auge auf meine Sachen zu haben, während ich schwimme,
schlendere ich zum Becken.
 
 
Hier ist es toll!
 
Viele kleine Kinder rennen herum. Eins rennt mir mit dem Kopf in die Eier
und fängt an zu heulen. Die Mutter schreit mich ein wenig an, was mir
einfiele, so einfach am Becken vorbeizugehen wenn ihr Kind da herumtobt. Ja,
das tut mir natürlich Leid... hätte ich auch wirklich besser aufpassen
müssen.
 
 
Endlich bin ich im Wasser. Das ist echt schön! Das Sonnenöl von tausenden
Leuten schillert auf der Wasseroberfläche, durch die Chlor-verätzten Augen
scheint die Welt in einen lieblichen Schleier gehüllt. Ich tauche unter und
genieße gerade den Wechsel zwischen kaltem Wasser und warmem Pipi als mir
ein nettes kleines Kind vom 3-Meter-Brett auf den Rücken springt. Als ich
japsend auftauche, um mich zu entschuldigen, sehe ich, dass es ja genau das
gleiche Kind wie eben war! Hach wie nett! Hoffentlich hat es sich nicht
wehgetan! Es hört auch tatsächlich gleich auf zu weinen, nachdem ich ihm
meine Uhr geschenkt habe. So ein liebes Kind!
 
 
Raus aus dem Wasser, zurück zum Platz.
 
Als ich dort ankomme, ist der nette Nachbar, der ein wenig auf meine Sachen
aufgepasst hat, nicht mehr da. Mein Geldbeutel auch nicht. Dafür aber sein
Hund, der gerade mein Schnitzelbrötchen frisst um danach in meinen Turnschuh
zu scheißen. Netter Hund!
 
 
Eigentlich bin ich sehr ausgeglichen... aber jetzt ist es doch langsam
genug. Ich packe meine Sachen zusammen und den blöden Hund in die Kühlbox
seines freundlichen Herrchens. Selbige lasse ich feierlich im Wellenbecken
zu Wasser und schaue mir belustigt den wilden Ritt an, während ich ein paar
Takte "Surfin USA" pfeife.
 
 
Mit dem Handy des Herrchens rufe ich eine 0190-Nummer an und werfe es dann
aufs Dach der Umkleidekabinen. Jetzt hab ich mich schon beinahe beruhigt.
 
 
Ich schlendere zu meinem Fußball-Freund, nehme ihm den Ball ab und schieße
ihn mit einem beeindruckenden Vollspann aus einem Meter Entfernung direkt in
sein nettes Gesicht. Nachdem er blutüberströmt nach hinten umgefallen ist,
nehme ich die Gelegenheit wahr, in seinem Rucksack noch ein kleines
Feuerchen zu legen und mache mich auf den Weg zum Ausgang.
 
 
Als ich am Beckenrand vorbeikomme sehe ich meinen Kumpel vom 3-Meter-Brett.
Da der Bademeister gerade dabei ist, einen Telekom-Opa aus dem Becken zu
fischen, nutze ich den Moment, schnapp mir die Badehose des netten kleinen
Schweinepriesters und hänge sie nicht weit entfernt an einen hohen Ast.
 
 
Als ich am Ausgang ankomme schau ich mich ein letztes Mal um: Der
Fußball-Penner hüpft plärrend um seinen brennenden Rucksack herum (das Feuer
hat inzwischen auf benachbarte Bastmatten übergegriffen), die kleine
Nervensäge hüpft nackt unter dem Badehosen-Baum herum (Umzingelt von
kreischenden Mädchen) und der nette Nachbar sucht seinen Hund... die fest
verschlossene Kühlbox zieht immer noch ihre Bahnen im Wellenbecken und das
Handy funkelt mir lustig vom Umkleidedach zu. Die Rechnung muss inzwischen
bei etwa 98 Euro liegen...
 
 
Als ich zum Auto zurückkomme hängt ein Strafzettel dran. Ich nehme ihn ab,
lese ihn aufmerksam durch und esse ihn auf. Dann steig ich in mein brütend
heißes Auto und denke:
 
 
Gar nicht so schlecht, so ein Besuch im Freibad.

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Die Tupperparty:

Plastik!

Der Inbegriff von Wohlstand und Fortschritt. Ein Material, welches die Menschheit zu dem gemacht hat, was sie heute ist, ein sabbernder Haufen restmüllproduzierender unfähiger Primaten. Und als ob Kriege, Naturkatastrophen und Talkshows nicht ausgereicht hätten, um uns das letzte bisschen Hirn auszutreiben, mussten unsere Freunde, die Amis, 1946 das erste Zeichen des bevorstehenden Unterganges der menschlichen Zivilisation auf den Markt werfen: TUPPERWARE, eine Strategie unterwirft die Welt....

Eines der grausamsten Kapitel menschlichen Daseins wäre uns erspart geblieben, hätte Tupper sich für den Ladenverkauf entschieden. Hilft es im Laden meistens, die Verkäuferin als "fette Schlampe" zu betiteln und sich dann auf den Lorbeeren, sprich dem Hausverbot, auszuruhen, hilft im Hinblick auf Tupperware nicht einmal das Vortäuschen einer Lungenembolie oder das epileptische Umwerfen von Regalen. Sie kommen zu Dir nach Hause.... Wer kennt nicht die vor blankem Entsetzen geweiteten Augen, das hektische Blättern im Terminkalender und das vergebliche Flehen, wenn eine Frau Ihrem Lebensgefährten den Termin für eine Tupperparty bekanntgibt. Männer mit solchen Terminen erkennt man am irren Blick, selbstmörderischer Fahrweise und an unwillkürlichen Zuckungen, ausgelöst durch einen nicht näher zu beschreibenden Fluchtinstinkt.

Die Tupperparty

Das Geschäftsprinzip der "Heimvorführung", im Volksmund "Tupperparty" genannt, greift auf eine lange Tradition zurück. Ob die Glaubensdiskussionen der Zeugen Jehovas oder die Überfälle der AVON-Beraterin, alle stürmen sie die letzte Rückzugsmöglichkeit, die der Mensch heute noch sein eigen nennt. Während Zeugen Jehovas mit satanischen Ritualen und tätowiertem nackten Oberkörper recht schnell aus der Wohnung zu treiben sind und die AVON-Beraterin auf sexuelle Anzüglichkeiten mit hysterischem Fluchtinstinkt reagiert, hat es Tupperware geschafft, ihr Machtimperium alleine auf den Heimvorführungen aufzubauen. Ein deutscher Durchschnittsmann (34, Herzinfarktgefährdet, alkoholkrank) wird im Normalfall bei einer Dessousvorführung oder bei einem Länderspiel eine Hormonvergiftung bekommen und zuckend und sabbernd auf dem Sofa liegen.

Ist das wahrlich schon einer der traurigsten Anblicke menschlicher Existenz, wird vom Besuch eines Tupperabends dringend abgeraten. Wenn eine deutsche Hausfrau beim Anblick einer Plastikschüssel in den fachkundigen Händen einer Tupper-Hohepriesterin hysterisch und mit irren Augen in feuchte Exstase gerät, sind die untersten Stufen menschlicher Verhaltensweisen erreicht. Richtig schlimm wird es aber erst, wenn Frauen Ihre Männer dazu zwingen, einer solchen Tupperparty beizuwohnen. Diese Männer verdienen, sollten Sie es überleben, unsere ganze Achtung und ein Mitgefühl, das Mutter Theresa gut zu Gesicht gestanden hätte. Oftmals lassen sich unerfahrene Männer mit der uralten, in Fachkreisen "Wuppertaler Eröffnung" genannten Variante locken. Aber von "Sex für Tupperparty" wird abgeraten, denn eine, durch mehrere Stunden Tupperparty ekstatisch gemachte Frau ist schlimmer als ein Rudel tollwütiger Wölfe. Todesfälle sind schon in mehreren Kontinenten verzeichnet worden.

Ein Erfahrungsbericht

18:00 Uhr

Keine Chance. Kein Termin mehr. Mein Flehen nach kurzfristiger Versetzung ins Ausland wird abgelehnt.

19:45 Uhr

Frau zwingt mich, Nüsse und Brezeln auf den Tisch zu stellen. Verspricht mir, nicht länger als 22 Uhr zu "tuppern". Lege mir Medikamente zurecht.

20:05 Uhr

Klingeln an der Tür. Schweissausbrüche, Atemnot.

20:06 Uhr

Begrüsse mit nassen Händen und unsicherer Stimme die Teilnehmerinnen. Einige haben überdimensionale Taschen dabei. Laues Gefühl im Magen wird stärker.

20:10 Uhr

Bemerke, das die Hohepriesterin sich schon unter den Gästen befindet. Sie kennen sich bereits. Ein abgekartetes Spiel.

20:12 Uhr

Rufe den Kontaktmann an. Er versichert mir, das die Vorführerin tatsächlich den geplanten Unfall hatte.

Sie sind überall.

20:20 Uhr

Beim Anblick des Begrüssungsgeschenkes sind die ersten hysterische Schreie zu hören. Kann mich nicht dagegen wehren. Nehme mir vor, das Ding morgen zu entsorgen.

20:30 Uhr

Die Hohepriesterin hält Ihre Rede. Muss mich zwingen nicht hinzuhören, Knie werden weich. Werde morgen anonym einen Antrag auf Sektenüberwachung beim Verfassungsschutz einreichen.

20:45 Uhr

Erstaunliche Geschwindigkeit beim Vernichten aller Knabbervorräte. Mein Vorschlag, Nachschub an der Tankstelle zu holen, wird abgelehnt. Ich bin verloren.

21:03 Uhr

Die Stimmung kocht. Unkontrollierte Zuckungen in den Mundwinkeln der anwesenden Damen beim Erfahrungsaustausch lassen mir das Blut in den Adern gerinnen.

21:19 Uhr

Mein Versuch, Baldrian in die Getränke zu mischen wird erkannt. Muss zur Strafe zwischen 2 übergewichtigen Frauen aus der Nachbarschaft sitzen. Übelkeit.

21:45 Uhr

Kämpfe gegen die Müdigkeit an. Weiss, das ich im Fall, das ich einschlafen sollte, der Horde hilflos ausgeliefert bin.

21:55 Uhr

Frau erkennt mich nicht mehr. Der Vertrag mit der ausgemachten Endzeit wird unter allgemeinem Hallo verbrannt. Kann auf die Toilette fliehen.

22:06 Uhr

Selbstmordversuch mit Salzstange scheitert. Ich werde es später noch mal versuchen.

22:17 Uhr

Habe mir den Unmut aller zugezogen, als ich nach dem Verwendungszweck einer Salatschleuder gefragt habe. Sie hassen mich wirklich.

22:50 Uhr

Der Versuch, mir mit einer Salatschüssel die Pulsadern zu öffnen, misslingt. Ist das Zeug zu nichts zu gebrauchen?

23:17 Uhr

Ich schöpfe Hoffnung. Das Schlafmittel in den Keksen zeigt Wirkung.

23:41 Uhr

Sie wollen mir den Termin für die nächste Tupperparty nicht mitteilen. Denke über die Preise von Mafiakillern nach.

23:50 Uhr

Frau ist aufgekratzt und glücklich. Ich ahne schreckliches.

23:51 Uhr

Kopie des Bestellscheines raubt mir kurzfristig die Besinnung. Wache entkleidet im Bett auf.

23:52 Uhr

Bemerke etwas an meinem Bauch, das sich wie Plastik anfühlt. Panik steigt auf...

Produkte

Abschliessend noch ein kurzer Blick auf die Produktpalette des nächsten Jahres.

Modell "Dark Silence"

Der ultramodern gestaltete Sarg aus robusten Kunststoffen gibt Ihnen Sicherheit auch in weniger haltbaren Tagen. Die durchschnittliche Halbwertzeit von 300 Jahren garantiert Ihnen auch nach dem Ableben eine Haltbarkeit, die sich wirklich sehen lässt. Modernste Verschlusstechnik lässt ägyptische Pyramiden wie eine abbruchreife Scheune aussehen. Auf Wunsch auch mit bunten Plastikscheiben zum Familiensarg umbaubar. Mit Plastikstreifen können verschiedene Sektionen abgetrennt werden. Auch praktisch nach schweren Autounfällen. Überschreiten auch Sie Ihr eigenes Haltbarkeitsdatum um ein vielfaches... Modell "Red Splatter"

Kennen Sie das? Gerade mal jemanden abgeschlachtet? Der Kühlschrank ist voll? Wohin jetzt mit den Leckereien, bevor die Würmer daran nagen? Der einzigartige Behälter "Splatter" mit Schnellverschluss und Blutrinne garantiert einen Erhalt von Körperteilen von fast 3 Monaten bei Zimmertemperatur. Erhältlich in vier verschiedenen Farben von Psycho-Rot bis Leber-Braun. Wählen Sie unter den Ausführungen Kopf, Bein, Arm und Innerei. Bei ausgedehnten Amokläufen verweisen wir aus Volumengründen auf das Modell "Dark Silence".

Modell "Russian Dream"

Die Tchernobyl-Techniker hätten sich alle Finger danach geleckt. Die Gaukuppel "Russian Dream". 2 Meter dicke Spezialwände in Verbindung mit dem unzerstörbaren Tupperplastik geben jeden strahlendem Atomkraftwerk eine ganz neue Note. Der auf der Kuppe liegende Einfüllstutzen nach DIN-Norm erlaubt ein Auffüllen der gesamten Kuppel mit einem Material Ihrer Wahl (Beton, Hausmüll, Nudelsalat).

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Die Tupperparty 2

Letzte Woche komme ich mal etwas früher von der Arbeit ("Überraschung, Schatz!") und was finde ich vor?

Eine Gruppe von Mitdreissigerinnen hockt in meinem Wohnzimmer, leider alle angezogen, meine Herzdame mitten unter ihnen, und sie haben einen Halbkreis um eine Mittdreissigerin gezogen, die neben sich ein Körbchen mit Plastikartikeln stehen hat. Jede der Damen hat eine Kaffetasse unseres besten Geschirrs vor sich stehen, dazu unsere schweineteuren"Rosso-Bianco" -Gläser, sie knabbern MEINE Salzstängelchen und futtern MEINE Süßigkeiten und haben ob meines Eintretens einen erschrocken-gequälten Gesichts-ausdruck.

Bis meine Frau die Worte als erstes findet: "Hallo Schatz, das ist Frau Mesenkamp (sie deutet auf die Lady mit den Plastikteilen), wir machen heute unsere "Tupperparty."

Ahja. Party. Ohne mich. Tupper. Verstehe. Tupperparty?

"Hallo, Frau Mesenkamp" grinse ich die etwas verlegene Dame an."Schön, sie kennenzulernen. Darf ich mich dazu setzen?"

Alle Mädels öffnen den Mund, um "Nein" zu sagen, aber ich bin schneller und sitze am Tisch, bevor eines der anwesenden Hühner reagieren kann.

"Na, dann mal los!" ermuntere ich Frau Mesenkamp. Die hat einen verlegenen Gesichtsausdruck, lächelt schamhaft und gibt jeder der anwesenden Hauskauffrauen ein Plastikschüsselchen mit Deckel. Ich kriege auch eines und stelle es vor mich hin.

"Das ist zum Frischhalten von Lebensmitteln" erklärt Frau Mesenkamp bei der Ausgabe. "Alles, was sie da rein füllen, wird bei Druck auf den Deckel luftdicht verschlossen. So können sie Hühnersalat bis zu einer Woche frisch aufbewahren."

"Oh, ahja" echot die Damenriege und macht die Deckelchen auf die Schüsselchen und im Nu ist die Luft erfüllt mit poppenden Geräuschen, als die hühnersalatleeren Plastikteilchen verschlossen und wieder geöffnet, wieder verschlossen und wieder geöffnet werden. Ich lasse meine Hühnersalatschüssel zu und trommle ein wenig auf dem Deckel herum. Die Sitzgruppe hingegen kann nicht genug vom Schüsselchen auf- und zumachen bekommen.

"Praktisch" meint meine Frau. "Ohja" gibt ihr Frau Mesenkamp Recht. "Tupperware ist die erste Firma, die diesen luftdichten Verschluss entwickelt hat und ist heute noch Marktführer auf dem Segment."

Nun, bisher habe ich in noch keiner Börsenzeitschrift Kursnotierungen zum Segment "luftdichte Essensaufbewahrungsplastikschälchen" gefunden, aber ich will ja Frau Mesenkamp nicht widersprechen. "Guck mal, Schatz", jubelt meine Frau "praktisch, oder?".

"Sie können Ihrem Mann da auch Essen ins Büro mitgeben" springt Frau Mesenkamp bei, die wohl ahnt, was jetzt kommt...... vorsichtshalber setzt sie noch ein "mein Mann macht das immer so" hinzu......

"Man kann gut darauf trommeln" grinse ich sardonisch "aber der Tag, an dem Du mir einen eine Woche alten Hühnersalat mit ins Büro gibst, wird der Tag unserer Scheidung sein." Ich wende mich Frau Mesenkamp zu:"Was soll dieses Wunderwerk malaysischer Spitzen-konservierungstechnologie denn kosten?"

Das Poppen mit den Deckelchen hat aufgehört. Die Damen schauen mich teils fragend, teils feindselig an. Preisfragen stellen. Bei so einem Spitzenprodukt. Wie kann ich nur......

Frau Mesenkamp, die meine Frage irrtümlich als Kaufsignal wertet, strahlt mich an wie ein Christbaum "bei Abnahme von 10 Stück kostet Sie eine Schüssel grade mal 2 Euro...."

Wie? 2 Euro, damit ich von einem eine Woche alten Hühnersalat keinen Durchfall kriege?
Ich wiege die lauernd wartende Mesenkamp in Sicherheit: "Wieviel kostet eine Schüssel, wenn ich Ihnen 20 Stück abnehme?"
"Oh", sagt das Mesenkamp, da muß ich nachschauen"....
"Tun sie das".

Und während die Herrin der Schüsselchen nach ihrer Rabattliste kramt, starren die Mammis ihre Gastgeberin mit einer Mischung aus Häme und Verachtung an. 20 Schüsselchen. Meine Frau blitzt mich zornig an und tritt mir unter dem Tisch ans Schienbein. Aber jetzt gibt es kein Zurück. "Naja, Schatz, so oft, wie ich Reste essen muss...."
Hinten kichert die Mutter des besten Freundes meines Sohnes und meine Gattin wechselt die Gesichtsfarbe.

"Einseurofünfundsiebzich" piept Frau Mesenkamp aus der Kreismitte, aber jetzt geht es nicht mehr um den Preis. Jetzt geht es um das Prestige meiner Lebenspartnerin als treusorgende Ehefrau. "Wann hast Du je Reste essen müssen....?" zischt sie. "Wann hat es bei uns je Hühnersalat gegeben, Du kannst doch gar keinen machen" gebe ich trotzig zurück und beschließe, die Situation weiter eskalieren zu lassen - mit dem Satz, den jede Ehefrau nach "ich muß Dir was gestehen" am meisten hasst: "Meine Mutter, die konnte Hühnersalat machen, der war immer klasse."

"Willst Du damit sagen, daß Dir mein Essen nicht schmeckt?"
Erneuter Gesichtsfarbwechsel. "Naja, bei Dosenravioli kann man ja nicht viel falsch machen" schlage ich zurück.

Allgemeines, verhaltenes Kirchern in der Runde. Nur Frau Mesenkamp schweigt und überlegt sich, wie sie die Situation entschärfen und ihre Töpfchen doch noch an Mann und Frau bringen könnte. Aber sie braucht zu lange!
"Mein lieber Mann, " die schneidende Stimme meint dabei das Gegenteil von "lieber Mann", "ich racker mich von früh bis spät ab und mache jedes Essen frisch und das weißt Du auch!" "Und warum willst Du dann Tuppertöpfchen zum Frischhalten kaufen? Du widersprichst Dir doch selbst, merkst Du das nicht?"

Frau Mesenkamp hat gespannt, wohin das führt. Nix mit Töpfchenverkauf in der Damenrunde. Schliesslich will sich keine als Resteverwerterin outen. Sie startet einen letzten Versuch mit "Man kann in den Schalen ja auch Kuchenteig anrühren" aber ich blocke mit ";eine Frau kann nur eines noch weniger gut als Hühnersalat - das ist Kuchenbacken."

Das wars. Meine Frau springt auf, heult, knallt zuerst mir eine und dann die Zimmertüre und ist weg.

In die peinliche Stille geben die anwesenden Ladys, die mich mitterlweile für das größte Chauvischwein der Welt halten, ihre Töpfchen Frau Mesenkamp zurück, diese sackt flugs wie ein Eichhörnchen ihren Ramsch ein, alles verabschiedet sich mehr oder weniger murmelnd von mir, weil alle noch gaaaanz wichtige Termine haben, ziehen im Gänsemarsch zur Tür und weg sind sie. Frau Mesenkamp und ihre Partygirls.

Und ich klopfe mir auf die Schulter. Nichts bei Tupper gekauft!

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Die Kaffeemaschinen mit Computerschnittstelle


Kunde: "Guten Tag, ich bräuchte eine Kaffeemaschine."
Verkäufer: "Ah ja, hier haben wir das neueste Modell. Mit eingebauter Bohnenmühle, Direktanschluss an den Wasserhahn, utomatischer Kaffeevorratsverwaltung, voll programmierbar."
Kunde: "Ah ja, klingt interessant. Aber ich habe gehört, dass einige der neueren Kaffeemaschinen nicht gerade leicht zu bedienen sind."
Verkäufer: "Aber nein, die Bedienung ist ganz einfach. Sehen Sie, Sie haben hier nur einen Ein-/Aus-Schalter, vier frei definierbare Programmknöpfe und eine RS-232."
Kunde: "Eine was?"
Verkäufer: "Eine RS-232. Da können Sie Ihren Computer hinein stecken."
Kunde: "Äh, soll das heißen, ich brauche meinen Computer, um Kaffee zu machen?"
Verkäufer: "Aber nein, nur zur Konfiguration oder zum Firmware-Update. Natürlich können Sie die Kaffeemaschine auch vollständig per Computer steuern, wenn Sie wollen, aber normalerweise schalten Sie einfach die Maschine an und wählen eines der Programme mit den Knöpfen aus."
Kunde: "Aha, also wenn ich Knopf 1 drücke, bekomme ich eine Tasse, mit Knopf 2 zwei Tassen usw. Sehe ich das richtig?"
Verkäufer: "Das können Sie so einstellen, wenn Sie wollen. Sie können natürlich genauso gut einstellen, dass Knopf 1 eine Tasse starken Kaffee, Knopf 2 eine Tasse nicht ganz so starken Kaffee und Knopf 3 nur heißes Wasser liefert, wenn Sie das wollen."
Kunde: "Heißes Wasser?"
Verkäufer: "Ja, ist ganz praktisch, wenn Sie sich Tee machen wollen."
Kunde: "Nun gut, aber wie sage ich der Kaffeemaschine nun, was der Knopf machen soll?"
Verkäufer: "Das ist eigentlich ganz einfach: Sie schließen Ihren Rechner an die RS-232 an."
Kunde: "Äh, wie mache ich das?"
Verkäufer: "Nun, Sie nehmen ein serielles Null-Modem-Kabel ..."
Kunde: "Ein was?"
Verkäufer: "Ein Null-Modem-Kabel. Gibt es in der Computerabteilung."
Kunde: "Nun gut und wo stecke ich das am Computer hin?"
Verkäufer: "Natürlich an die RS-232, das ist da, wo Sie Ihr Modem anstecken."
Kunde: "Ich habe kein Modem."
Verkäufer: "Prima, dann müsste Ihre RS-232 ja frei sein."
Kunde: "Ich weiß gar nicht, ob ich so etwas überhaupt am Computer habe."
Verkäufer: "Wenn nicht, können Sie auch einen Adapter RS-232 nach USB bekommen, sofern Ihr Betriebssystem einen passenden Treiber hat."
Kunde: "Mein was?"
Verkäufer: "Ihr Betriebssystem. Also das, was startet, wenn Sie den Rechner anschalten."
Kunde: "Sie meinen die Texte, die da über den Bildschirm laufen?"
Verkäufer: "Nein, das ist das BIOS. Das Betriebssystem ist das, was danach kommt, also zum Beispiel Linux, ..."
Kunde: "Also, damit kenne ich mich nicht aus, brauche ich das?"
Verkäufer: "Aber nein, jedes Betriebssystem geht gleich gut, sogar Windows."
Kunde: "Ach so, Windows, warum sagen Sie das nicht gleich, ja, das habe ich."
Verkäufer: "Damit geht es wie gesagt auch."
Kunde: "Aber, wie mache ich es denn nun?"
Verkäufer: "Nun, nachdem Sie die Kaffeemaschine mit dem Rechner verbunden und angeschaltet und dann den Rechner hochgefahren haben, ..."
Kunde: "Den Rechner was habe?"
Verkäufer: "Angeschaltet und gewartet, bis er nichts mehr macht."
Kunde: "Ich muss auf einen Bluescreen warten?"
Verkäufer: "Äh, nein, also, Sie warten so lange, bis Sie Programme starten können."
Kunde: "Ach so."
Verkäufer: "Ja und dann starten Sie ein Terminalprogramm."
Kunde: "Ein was?"
Verkäufer: "Ein Terminalprogramm. Fragen Sie doch einfach nachher in der Computerabteilung."
Kunde: "Nun gut und was mache ich damit?"
Verkäufer: "Sie greifen damit auf die RS-232 zu, an der die Kaffeemaschine sitzt."
Kunde: "Äh und wie mache ich das?"
Verkäufer: "Das hängt vom Terminalprogramm ab. Jedenfalls, die Kaffeemaschine sendet einen Prompt."
Kunde: "Einen was?"
Verkäufer: "Einen Prompt. Das ist eine Zeichenkette, die Ihnen sagt, dass die Kaffeemaschine Ihre Befehle erwartet."
Kunde: "Meine Befehle? Ist das eine Militär-Maschine, oder was?"
Verkäufer: "Nun ja, Sie wollen, dass die Kaffeemaschine etwas macht und da müssen Sie Ihr ja sagen, was Sie machen soll. Das nennt man Befehl."
Kunde: "Nun ja, wenn Sie meinen. Und wenn dieser Prompt dann kommt, dann klicke ich darauf?"
Verkäufer: "Nein, dann tippen Sie Ihre Befehle ein."
Kunde: "Tippen?"
Verkäufer: "Ja, ist viel flexibler. Stellen Sie Sich vor, Sie müssten z.B. im Laden erst auf ein irgendwo aufgehängtes Fragezeichen zeigen und dann auf ein Gerät, um über das Gerät etwas zu erfahren, und ..."
Kunde: "Ist ja schon gut, also wenn ich den Prompt sehe, dann tippe ich ein: `Wenn ich den Knopf 1 drücke, mache mir eine Tasse starken Kaffee.`. Richtig?"
Verkäufer: "Nun ja, nicht ganz. Um die Konfiguration zu ändern, müssen Sie die .coffeerc ändern."
Kunde: "Die was?"
Verkäufer: "Die .coffeerc. Das ist eine Datei, in der die Konfiguration gespeichert wird."
Kunde: "Und wenn ich die öffne, dann kann ich da alles einstellen?"
Verkäufer: "Genau."
Kunde: "Wird die nötige Software auch mitgeliefert?"
Verkäufer: "Ein vi ist in der Kaffeemaschine fest installiert."
Kunde: "Was ist bitte ein vi?"
Verkäufer: "vi ist ein Editor, mit dem Sie die .coffeerc. bearbeiten können."
Kunde: "Was ist jetzt schon wieder ein Editor?"
Verkäufer: "Nun, ein Programm zum Ändern von Textdateien."
Kunde: "Sie meinen, so etwas wie Word?"
Verkäufer: "Nun ja, fast. Nur eben für reine Textdateien."
Kunde: "Mit Word bearbeite ich doch auch Texte."
Verkäufer: "Ja, aber eine Kaffeemaschine kann mit Inhaltsverzeichnissen, Kursivschrift und eingebundenen Bildern nichts anfangen und entsprechend gibt es so etwas nicht in reinen Textdateien."
Kunde: "Also, wenn ich auf diese .coffeerc doppelklicke, dann öffnet sich der vi?"
Verkäufer: "Nein, sie müssen eintippen: vi .coffeerc. und dann Enter drücken."
Kunde: "Warum so kompliziert?"
Verkäufer: "Also, ich halte es nicht für kompliziert."
Kunde: "Nun ja, also, ich starte dann diesen vi und schreibe dann hinein: `Wenn ich den Knopf 1 drücke, mache mir eine Tasse starken Kaffee."
Verkäufer: "So ungefähr. Sie müssen natürlich erst den vi in den Insert-Modus schalten."
Kunde: "In den was?"
Verkäufer: "In den Modus, in dem Sie neuen Text einfügen können."
Kunde: "Äh, aber dann kann ich lostippen?"
Verkäufer: "Ja. Sie müssen sich natürlich an die Syntax für die Konfigurationsdatei halten."
Kunde: "???"
Verkäufer: "Nun ja, die Kaffeemaschine versteht es nicht, wenn Sie einfach deutsche Sätze eintippen."
Kunde: "Sie meinen, ich muss auf Englisch tippen?"
Verkäufer: "Nein, das geht auch nicht."
Kunde: "Also, japanisch kann ich leider nicht."
Verkäufer: "Brauchen Sie auch nicht. Es handelt sich um eine spezielle Kaffeemaschinenkonfigurationssprache."
Kunde: "Äh und die muss ich dann erst lernen?"
Verkäufer: "Sie ist nicht kompliziert, schließlich ist es ja nur eine Kaffeemaschine. Im Verzeichnis doc ist außerdem standardmäßig ein Howto installiert."
Kunde: "Nun ja, ich glaube, ich versuche es doch mit einer anderen Maschine. Was ist mit der dort hinten?"
Verkäufer: "Die ist noch nicht einmal programmierbar."
Kunde: "Prima, ich glaube, DIE nehme ich."

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