Das Kunststricken           Galerie

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    

Arbeits-Werkzeug:

Zum Kunststricken von Deckchen benötigt man für den Beginn der Arbeit ein Nadelspiel und später Rundstricknadeln in verschiedenen Längen. Man beginnt mit 40 cm Länge und steigert sich am besten stufenweise bis zu 2 Metern (je nach Modellgröße).

Ebenso benötigt man ein dünne Häkelnadel (Stärke immer eine halbe Nummer kleiner als die Stricknadeln).

Für den Abschluss einer Arbeit werden Stecknadeln erforderlich.

Optional:

Nicht zwingend nötig, aber sehr zu empfehlen ist eine Styroporplatte (oder Ähnliches) zum Spannen der fertigen Arbeit (bekommt man günstig im Baumarkt).

Kleine Arbeiten können auch einfach auf einem Teppich gespannt werden (Handtuch unterlegen).

Zur Markierung der verschiedenen Muster-Rapporte benutze ich einfach kleine Ringe, die ich aus Strohhalmen geschnitten habe. Verschiedene Farben dienen mir dazu, genau zu sehen, wie weit ich in einer Musterreihe bin. Gerade bei größeren Arbeiten ist das wirklich sehr nützlich.

Für den Beginn einer Arbeit eignen sich kleine Plastik-Unterlegscheiben (Durchmesser 7 mm), sie sind aber nicht zwingend erforderlich.

Empfehlenswert für den Anfang einer Arbeit sind kleine Korkstücke, die man auf die Enden der Nadel steckt, damit diese nicht herausrutschen können.

 

Arbeits-Material:

Grundsätzlich kann man natürlich alle Garne verwenden.

Besonders gut zu verarbeiten sind alle Häkelgarne aus 100% Baumwolle. Die ideale Nadelstärke liegt meist bei 2,0.

 

 Arbeits-Beginn:

Man sollte wissen, dass der Beginn einer Kunststrickarbeit meist das Schwerste an der ganzen Sache ist. Wer die Nerven behält und die ersten 10 Reihen übersteht, der schafft auch den Rest :- )

Ich empfehle einen Maschenanschlag über einen Fadenring, vorzugsweise um eine Plastik-Unterlegscheibe (Durchmesser 7 mm).

Der Faden wird wie zum Stricken/Häkeln auf die linke Hand genommen und zwischen Daumen und Zeigefinger zu einer Schlaufe gelegt und gehalten.

Jetzt mit der Häkelnadel von vorn durch die Schlaufe gehen und den Faden ein Mal durchholen. Nun den Faden um die Häkelnadel schlingen und durch den zuerst geholten Faden/Masche ziehen.

Das Ganze so oft wiederholen bis die gewünschte Anzahl Maschen auf der Häkelnadel ist (meist 8 Maschen).

Danach werden die Maschen auf einem Nadelspiel verteilt und der Fadenring enger gezogen. Im Regelfall kommen auf jede Nadel 2 Maschen.

Ich empfehle, auf jede Nadel sofort ein Korkenstückchen auf die Enden zu stecken, damit die Nadel nicht herausrutschen. Gerade am Anfang passiert das sehr leicht.

Hier ein Anschlag/Ergebnis mit einer Unterlegscheibe:

 

Wenn die Maschen auf den Nadeln verteilt sind, wird die erste Reihe rechts gestrickt. Erst danach beginnt man mit dem Muster-Rapport der Anleitung.

Es wird nur so lange mit einem Nadelspiel gestrickt, bis genügend Maschen vorhanden sind, die Arbeit auf die kürzeste Rundstricknadel zu nehmen. Spätestens ab hier empfehle ich Anfangs- bzw. Muster-Rapport-Markierungen auf der Nadel. So kann man evtl. Fehler schnell bemerken und ggf. korrigieren.

 

Das Stricken:

Die Strickschriften sind so aufgebaut, dass sie von unten nach oben und von rechts nach links gestrickt werden. Jedes Symbol entspricht einer Masche, bzw. hat eine eigene Bedeutung. Leere Kästchen bedeuten nichts, sie verhelfen nur zu einem besseren Überblick.

Die Zahlen am Anfang der Reihen bezeichnen die Musterrunden oder Musterreihen. Die Zwischenrunden/Zwischenreihen sind in den Strickschriften nicht angegeben, sie werden im Regelfall rechts gestrickt.

Wenn die Arbeit beendet ist, werden die Maschen je nach Modell entweder lose abgekettet oder abgehäkelt. Dieses geschieht genau nach den Angaben der Strickschrift. Oben sind Klammern, die zusammenfassen, wie viele Maschen auf einmal zusammengefasst abgehäkelt werden. Diese Maschen nimmt man auf eine Häkelnadel. Durch diese Maschen zieht mal nun den Faden und häkelt eine feste Masche. Zwischen den Klammern ist angegeben, wie viele Luftmaschen jetzt folgen. Danach die nächsten Maschen abhäkeln und wiederholen, bis alle Maschen von der Stricknadel gehoben sind und die Decke/Arbeit fertig ist.

 

Der Abschluss:

Nachdem alle Maschen abgestrickt/gehäkelt sind, werden alle losen Fäden möglichst unsichtbar auf der Rückseite der Arbeit vernäht.

Nun die Arbeit waschen (danach ist das Maschenbild gleichmäßiger) und mit Zuhilfenahme von Stecknadeln gleichmäßig aufspannen. Das ist wirklich wichtig, ansonsten ist die Arbeit nur halb so schön und filigran. Am Besten sprüht man die Arbeit noch mit Stärke ein und bügelt sie hinterher.

 

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